Deutsche Verlage und das Web 2.0

Der Spiegel berichtet in seiner heutigen Ausgabe über die Verlage und wie sie versuchen, das Web 2.0 zu umgarnen. Sich selbst nimmt er wohlweislich aus – bis auf Spiegel online zeigt sich der von den Mitarbeitern getragene Spiegelverlag auch investitionsscheu.

Der Artikel listet eine Auswahl neuerer Beteiligungen deutscher Verlagshäuser auf, wobei wir diese Auswahl etwas ergänzt haben:

Holtzbrinck

Burda

Axel Springer

Wie zu erwarten, weil in der Medienberichterstattung Usus, wird der eigene Konzern (Bertelsmann, der zaudert) und der eigene Anteilseigner (Gruner & Jahr) bzw. das eigene Verlagshaus (Spiegel) ausgespart – bis auf ein Lob des in schwarzen Zahlen stehenden “Spiegel online”. Ein paar Links seien hiermit ansatzweise nachgereicht:

Gruner & Jahr

Bertelsmann:

Nichts liest man im Spiegel-Artikel zudem über RSS, das langfristig zentralisierte Markenkonzepte ad absurdum bzw. zu neuen Navigationsstrategien der Leser im Internet führen wird. Ebenso nichts über verlagsinternes Innovationsmanagement für die seit Jahren stagnierenden Print-Konzepte. Nichts über neuere journalistische Ideen – selbst das Phänomen “Bürgerjournalismus” bleibt ausgespart, zu dem es beispielsweise innovative Konzepte im Lokalbereich (Saarbrücker Zeitung) gibt. So könnten etwa geschmeidigere Arbeitsabläufe erreicht, aber auch neue Ideen mit kooperativen Technologien entwickelt werden. Möglich wären ja weit etwa bei der BBC die Einführung von Mitarbeiterblogs (“dailys”) und Wikis für das Projektmanagement oder die gemeinsame Verwendung von Social Bookmarking für die Recherche.

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About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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