Partizipative Tagungen
Von Christiane Schulzki-Haddouti • 11.September 2007 • Kategorie: Methode1,241 views • Ein Kommentar
Wie organisiert man Tagungen, die jeden einzelnen Teilnehmer aktivieren? Inzwischen gibt es sehr viele verschiedene Tagungskonzepte. Die immer noch sehr verbreitete, von Vorträgen bestimmte Tagung dürfte dabei die langweiligste sein (obgleich sie sicherlich ungemein instruktiv ist), gefolgt von der Workshop-Tagung (deren Erfolg wiederum ganz vom einzelnen Workshop-Leiter abhängt). In letzter Zeit bin ich über zwei interessante Tagungen gestolpert, die auf ganz unterschiedliche Weise versuchen alle zu beteiligen – und dabei am Ende etwas mehr als Information & Kommunikation zu erreichen:
Das politisch ambitionierte Think Tank namens Aspen-Institute versucht zu einem Themenbereich “Policy Recommendations” zu earbeiten. Dabei bedient es sich einer strikt durchgeplanten Verzahnung von Paneln, Präsentationen, Zusammenfassungen und Hörerinputs sowie ausgewählter Teilnehmerreaktionen, Dialogrunden und Roundtable-Dialogen. Beispiel dafür ist etwa die im August durchgeführte Tagung zu “Media and Values”.
Das “Media Giraffe Project” geht einen wesentlich partizipativeren Weg mit der Tagunngsreihe “Journalism that Matters”: Jeder Teilnehmer ist ein aktiver Teilnehmer bzw. wird in abgestuften Kommunikationsrunden dazu gemacht: Es gibt Briefings, Diskussionen, “Working breakout Sessions”, “Learning / Report-back Circles”, “Group Caoching Sessions” und “Wrap ups”. Jede Runde verfolgt ein gemeinsam zu erarbeitendes Ziel – das bereits im Vorfeld definiert wurde. In diesem Jahr war das Thema “The Next Newsroom”. Damit waren vier Ziele verbunden:
- Lösungen für Geschäftsmodelle zu finden,
- zu überlegen, wie man sich dem nahenden Ende der Printära anpassen könnte,
- zu überlegen, wie die Beziehungen zwischen Amateur- und Profi-Journalisten gepflegt werden können, um schließlich
- 2008 eine prototypische lokale Online-Newscommunity auf Basis der erarbeiteten Erkenntnisse gründen zu können.
Dabei dürften sicherlich auch die Teilnehmer, die bei der Gründung nicht dabei sein wollen oder können, von den Tagungsergebnissen für ihre Arbeit profitieren. Hier ein Bericht von Jen McClure vom ersten Tag und zweiten Tag, mehrere Berichte in “DigitalEdge.org” sowie ein Entwurf für einen Businessplan – natürlich in einem Wiki.
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Christiane Schulzki-Haddouti ist seit 2007 auf KoopTech bloggend unterwegs, arbeitet jedoch hauptsächlich als freie IT- und Medienjournalistin.
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[...] auszeichnen – und wie man sie konzipieren sollte. Damit entwickelt er das Konzept der “partizipativen Tagungen” weiter, das ich mir vor über zwei Jahren notiert hatte und das immer noch in meinem [...]