Das hat mich ein wenig umgehauen: Auf der Suche danach, wie eigentlich “Qualität im Journalismus” definiert werden kann, komme ich natürlich zur “Initiative Qualität”. Die hat sich vor einigen Jahren, wohl ganz zu Anfang, ebenfalls mit der Frage beschäftigt. Doch anstatt Qualitätskriterien zu definieren, kam sie bzw. die Berichterstatterin Ulrike Kaiser zu dem Schluss: “Auf eine, auf „die“ Definition von Qualität im Journalismus wird verzichtet.” Schon erstaunlich für eine Initiative, die sich ausdrücklich dieser Fragestellung widmet. Es ist einerseits verständlich, da sich Qualität über mehrere Faktoren definieren lässt, andererseits sollte eine “Initiative” durchaus auch Maßstäbe setzen dürfen.
- Bild: Gänse auf der Allmendewiese
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Das haut mich auch ein wenig um: C. Schulzki-Haddouti entdeckt im Februar 2008 (!) die seit sieben Jahren bestehende Initiative und kritisiert, dass wir “Qualität im Journalismus” nicht definieren.Richtig: Wir nähern uns dem Qualitätsbegriff nicht qua wissenschaftlicher Definition, sondern qua journalistischer Handlungsmöglichkeiten an. Maßstab ist dabei unter anderem die DJV-Charta “Qualität im Journalismus” und die daran geknüpften Fragen/Anregungen an die Praxis, Adresse:
http://www.initiative-qualitaet.de/fileadmin/IQ/Qualitaet/Sicherung/charta_check.pdf.
Darin sind mehr Qualitätsmerkmale enthalten, als sie eine wissenschaftlich-theroretische Definition je enthaten könnte.
Ich freue mich auf Anregungen/Kritik
Ulrike Kaiser (info@ulrike-kaiser.de)
Die Initiative war mir selbstverständlich schon seit Jahren bekannt – nicht aber dieser Definitionsversuch …