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Wer liest denn noch Bücher?

Von Christiane Schulzki-Haddouti • 28.April 2008 • Kategorie: Beobachtungen, Literatur

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Vor ein paar Tagen sagte Benedikt Köhler so schön: “Wer liest denn heute noch Bücher?” Und erklärte eher en passant, dass er die meisten Materialien online beziehe. Auch über unser Projekt lässt sich ähnliches sagen. Wir haben zwar unseren Buchetat voll ausgeschöpft – doch der macht nur etwa 5 bis 10 Prozent unserer Quellen aus. Der Rest bezieht sich auf online Verfügbares.

Umso kontrastreicher wirken folgende Zahlen: Open-Access bzw. die Möglichkeit im Netz kostenlos Publikationen bereitzustellen, stößt bei Forschern immer noch auf wenig Begeisterung. So soll es zwar mittlerweile über 1000 Zeitschriften im Netz geben, die Fachliteratur und Forschungsmaterialien vollkommen frei anbieten. Doch insgesamt sollen nur 15 Prozent über Institutsarchive und weitere 5 Prozent via Open-Access-Zeitschriften zugänglich sein.

Zu diesem Thema ein Gespräch zwischen Katja Bigalke und Peter Schirmbacher, Direktor des Computer- und Medienservice der Humboldt Universität in Berlin.

Wie sieht es bei unseren Lesern und ihren Literaturangaben aus? Sind die meisten auch online verfügbar? Das würde uns interessieren!

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Ein Kommentar »

  1. In den Biowissenschaften findet meiner Meinung nach mehr und mehr eine Verlagerung statt. Exemplarisch dafür ist PLoS, ein Publisher, der nur open access publiziert. Das Geschäftsmodell trägt sich größtenteils über sog. Publicationfees. Also: Wer publizieren will (und darf, da peer-review), muss dafür bezahlen.