Aufwändige Kommunikation für kooperatives Lernen

Das “kooperative Lernen” ist zur Zeit ganz “en vogue”, da es den Lernenden ganz und gar in den Mittelpunkt stellt. Ein weiterer Trend-Begriff hierfür ist das “soziale Lernen”, das die Bedeutung der Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Lernprozesses betont:

“Social learning is based on the premise that our understanding of content is socially constructed through conversations about that content and through grounded interactions, especially with others, around problems or actions. The focus is not so much on what we are learning but on how we are learning.” (Brown/Adler 2008)

In der universitären Praxis bleibt es bislang weitgehend unberücksichtigt, dass dies mit einem erheblich erhöhten Kommunikationsaufwand seitens der Lehrenden, Ausbilder oder Trainer einhergeht. Von beruflichen Weiterbildungszentren hingegen weiß ich, dass der durch die Online-Betreuung entstehende Mehraufwand durchaus honoriert wird.

Obwohl ich selbst die Erfahrung bereits während einer mehrjährigen Betreuung von Rechercheseminaren für die Initiative Nachrichtenaufklärung machen durfte, die hochschulübergreifend über Lernplattformen und E-Mail organisiert wurden, wurde mir heute erneut klar, dass der exorbitant höhere Kommunikationsaufwand keineswegs ein subjektiver Eindruck ist, als ich ein kleines Schaubild für unsere KoopTech-Analyse erstellte:

Angesichts dieser Masse von notwendigen Kommunikationen fand ich es dann schon wieder beruhigend zu sehen, dass man auch in virtuellen Umgebungen klassisch instruktiv vorgehen kann. Hochschulen wie die Harvard Law School führen beispielsweise Veranstaltungen in Second Life durch und öffnen sich damit primär auch für am Thema Interessierte, die an der Hochschule nicht eingeschrieben sind und die Vorlesung etwa zum Zwecke der beruflichen Weiterbildung virtuell besuchen:

Bildquelle: Harvard Law School

Titelbild: ebd.

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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