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Feature: An Zielgruppen orientiertes Online-Marketing

Von Christiane Schulzki-Haddouti • 24.Juni 2008 • Kategorie: Feature, Medien

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Chris Anderson, Entdecker des “Long Tail”, stellte kürzlich fest, dass kleine Inhalteanbieter im Long Tail ihren Content um drei- bis fünfmal höher monetarisieren können als große Verlage. Und dass sie in ihrer Umgebung eine stetig höhere Performance hinlegen, während die Verlagshäuser mit sinkenden Auflagen zu kämpfen haben.

Angesichts dieser Lage stellt sich die nahe liegende Frage: Warum schaffen Verlage es nicht, Online-Angebote für immer kleiner werdende Zielgruppen aufzusetzen? Warum greifen sie stattdessen zu SEO-Tricks, um ihre Klickraten zu erhöhen? Wie wertvoll aber sind Klickgalerien, PI-Spiele und GoogleAd-Anzeigen? Warum unterstützt der Werbemarkt dieses Schielen auf die Klickzahlen? Was würden Verlage tun, wenn Anzeigenkunden verstärkt auf qualitative Merkmale wie Besuchszeiten achten?

Worin bestehen die Herausforderungen genau? Wenn im Internet nur alles ein Link auseinander ist – warum entstehen mit Link-Netzwerken nicht auch Werbe-Netzwerke, etwa nach dem Vorbild von Glam?? Welche Konzepte unterstützen heute den Aufbau von Zielgruppen sowie eine entsprechende Werbung? Gibt es erfolgreiche Beispiele? Wie müssen sich Medien ändern, bewegen, vernetzen? Welche Ansätze gibt es hier in der Unternehmenskommunikation? Welche Tools können unterstützend wirken? Welche Messmethoden muss man noch entwickeln?

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10 Kommentare »

  1. [...] “Feature: An Zielgruppen orientiertes Online-Marketing”, [...]

  2. >Warum schaffen Verlage es nicht, Online-Angebote für immer kleiner werdende Zielgruppen >aufzusetzen? Warum greifen sie stattdessen zu SEO-Tricks, um ihre Klickraten zu erhöhen? >Wie wertvoll aber sind Klickgalerien und GoogleAd-Anzeigen?

    Weil sie in Auflage denken: Die wurde printmäßig ebenso geschönt wie jetzt die PIs. Und Wergeagenturen machen da natürlich mit, weil es einfacher ist eine Kampagne für die Masse laufen zu lassen als sich Gedanken über kleine Zielgruppen zu machen. Genau deshalb bringt der Long Tail Verlagen nur dann etwas, wenn sie das monetarisieren können. Dafür haben sie aber nicht die Werkzeuge. Und die Denke. Einschränkend sei aber auch nicht zu verleugnen, dass der Nutzer ja auch der Bilderklicker ist und diese noch die Mehrheit der Seitenbesucher ausmachen. Heißt: Das klassische Werbekonzept greift noch. Eine Werbung für alle.
    Im übrigen sollte man nicht glauben, dass Verlagsmanager, nur weil sie Journalisten bezahlen. differenziert denken können. Zum Beispiel mehrere Werbewerkzeuge zu benutzen.
    Das ist so ein wenig wie die Jugendseiten in den Tageszeitungen: Die hat man eben gehabt, weil man dachte man muss sie haben, aber keine Sau hat mal geschaut, ob und von wem die eigentlich gelesen wird. Wie auch? Es fehlte schlicht eine Erfolgskontrolle, von Umfragen einmal abgesehen. Und deshalb hat man diese Zielgruppe verloren. Weil man nicht wusste, was die eigentlich wollen.

  3. [...] seiner eigenen Zeitung im Visier, der zur Zeit einem “Streamlining” entsprechend den heute herrschenden Online-Gepflogenheiten unterworfen [...]

  4. Hallo Christiane, ich reibe mich gerade an der Formulierung “SEO-Tricks”.
    In der Diskussion ging es darum, dass es die einen schaffen, ihr Angebot so aufzubauen, dass Suchmaschinen mit dem publizierten Inhalt zurecht kommen, und die Inhalte als relevant einstufen, und andere es eben schlicht verpennt haben.
    Dabei geht es nicht um Tricks, sondern um Grundlagen der Darstellung von Informationen im Netz. Am Ende gewinnt derjenige, der guten Content bietet, und diesen sowohl für den Besucher, als auch für Suchmaschinen sauber aufbereitet. Also keine Tricks, sondern solides Handwerk.

  5. Es gibt akzeptable Tricks – wie saubere Programmierung – und nicht-akzeptable Tricks, wie etwa das Vordatieren von Meldungen u.a. Grenzwertig ist auch der Einkauf von Traffic über GoogleAds. Ich suche noch jemanden, der das sauber differenzieren kann und hier tun möchte.

    ?
  6. Sorry, aber saubere Programmierung/Umsetzung ist doch kein Trick.
    Und GoogleAds haben ebenfalls nichts mit SEO zu tun.

  7. Bitte genau lesen – ich sagte nicht, SEO ist GoogleAds – sondern nur, dass GoogleAds im Verlagsgeschäft grenzwertig sind. Und die Vordatierung von Meldungen von Nachrichtenagenturen, um bei GoogleNews als erster genannt zu werden, hat mit sauberer Programmierung nichts zu tun. Es ist wichtig hier Unterscheidungen zu treffen und nicht alles in einen Topf zu werfen. Und diese Diskussion, was ist okay und nötig, und was ist grenzwertig und was geht gar nicht, wird noch nicht wirklich geführt.

    ?
  8. Ich stimme dir ja in allen Punkten zu. Wie schon oben geschrieben ging es mir lediglich darum, dass SEO nicht gleich Betrug ist (und wie du selbst schreibst, nicht alles in einen Topf zu werfen). Dann passt es ja jetzt.

  9. [...] Tagen wird auch der lang erwartete Gastbeitrag von Benedikt Köhler zum Feature-Thema “Zielgruppen-orientierte Werbung im Netz” erscheinen. Auf die Debatte bin ich schon höchst gespannt – der Beitrag, wie ich ihn jetzt [...]

  10. [...] Was geschieht nun, wenn diese Redaktionen nun ihre Angebote ins Netz übertragen? Ganz klar: Sie müssen auf ihre Oligopole und Monopole verzichten. Denn im Internet ist jede News nur einen Link entfernt, wie GoogleNews und andere Aggregatoren täglich vorführen. Was bleibt? Die exklusive News. Wie exklusiv aber sind Mantelteile im Netz, die hauptsächlich aus Agenturmaterial bestehen? Aus Sicht des Internetlesers sind dies alles mehr oder weniger austauschbare Varianten. Die dann aus Sicht der Verlage mit GoogleAds hervorgehoben werden müssen: [...]