Scienceblogs.de beeindruckt mit nachhaltigem Wachstum

Ich hatte mich ja kurz nach der Gründung der deutschen Dependance der Scienceblogs etwas enttäuscht über das dort vorgestellte Blogkonzept geäußert (1). Angeregt von Facts 2.0 und Rivva hatte ich einfach eine stärkere automatische Vernetzung der Inhalte erwartet. Angesichts der zahlreichen Aggregationsmöglichkeiten fand ich das hier gelebte Prinzip der Gruppenblogs etwas veraltet. Diesen Eindruck muss ich nun etwas revidieren. Der anhaltende Erfolg der Wissenschaftsblogs in den letzten Monaten hat gezeigt, dass das Konzept doch noch funktioniert.

Die jüngste Aktualisierung von Benedikt Köhlers Metaroll Science führt mit den jeweiligen Sparklines vor, dass die Scienceblogs, anders als die meisten der dort verzeichneten Blogs, durch die Bank ein anhaltendes Wachstum verzeichnen. Erklären lässt sich das vielleicht mit der von mir kritisierten Einbindung der einzelnen Blogger in ein einigermaßen homogenes Umfeld. Das scheint einen gewissen Erwartungsdruck aufzubauen und die Wissenschaftler zu ermuntern, immer wieder zu publizieren.

Inwieweit die Redaktion die Blogger ermutigt und motiviert, die längere Zeit nichts mehr veröffentlicht haben, weiß ich leider nicht. Daher nehme ich an, dass vor allem die sozial-mediale Umgebung der entscheidende Erfolgsfaktor ist, der auch unter Wissenschaftlern bekannte Prokrastinationsanflüge überwinden lässt. An dieser Stelle daher: Herzlichen Glückwunsch nach München, insbesondere an Beatrice Lugger und Marc Scheloske!

(1) Der Beitrag ist leider nicht mehr online, da er im Zuge meines Re-Design-Crashs verloren ging.

Über Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts fĂŒhrt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie fĂŒhrt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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3 Antworten auf Scienceblogs.de beeindruckt mit nachhaltigem Wachstum

  1. Trendschau sagt:

    Grundsätzlich zum Konzept “Aggregation von Blogs” eine interessante Diskussion aus der Schweiz unter http://leumund.ch/2008/gesehen/blogmagazin-der-schweiz/ und unabhängig davon (ja, lustiger Zufall) eigene Gedanken zu einem Magazin-Konzept: besser bloggen mit bloggermags. Freue mich über eine Teilnahme an der Diskussion oder gar über Mitstreiter…

  2. Oh, Danke für die Blumen. Und im Hinblick auf die positive Entwicklung von Scienceblogs.de im Besonderen, der gesamten Wissenschaftsblogszene im Allgemeinen, stimme ich Dir natürlich zu.

    Zu den Hintergründen äußere ich mich bei Gelegenheit, muß jetzt aber schnell weiterarbeiten… Scheiß Termindruck.

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