DisplayAds bei Trigami: Verhandeln lohnt sich

Stammlesern wird es schon aufgefallen sein. KoopTech hat seit vorgestern ein erstes bezahltes Banner. Dank des neuen DisplayAd-Programms von Trigami. Dank der Kulanz des Werbekunden. Denn der Werbekunde hat großzügigerweise mit sich verhandeln lassen – und zwar auf ein Mehrfaches des von Trigami errechneten Preises.

Nun flatterte heute ein zweites Angebot ins Haus, von Seiten eines neuen Suchdienstes. Auch hier war mir das Angebot zu niedrig. Aber der Werbekunde ließ sich nicht auf meine vergleichsweise bescheidenen Einsteiger-Vorstellungen ein – Geschäft geplatzt. Schade.

Genaue Zahlen zu den Aufträgen oder Angaben zu den Werbekunden hätte ich jetzt gerne veröffentlicht. Aber ein Blick in die Datenschutzerklärungen von Trigami hat mich eines besseren belehrt. Alle Parteien stehen unter Geheimhaltungspflicht. Deshalb hier nur der Hinweis: Verhandeln lohnt sich auf alle Fälle. Denn die von Trigami errechneten TKPs sind recht unterirdisch. Sie liegen jedenfalls im Zehntelbereich dessen, was Adnation angeblich von den Werbekunden verlangt. Und auch Overblog dürfte mehr bieten. Genau weiß ich das nicht, weil ich bei Overblog selbst noch kein Blog führe.

Deshalb hier gleich auch eine Hausaufgabe für Trigami: Ich hätte es gerne etwas zielgruppenspezifischer mit dem Preis. Nachbessern bitte.

Bild: Screenshot DisplayAds/Trigami


Beiträge zu verwandten Themen:

  1. „In Frankreich haben sich Blogs bereits als eigene Medien-Gattung etabliert” – Interview mit Mario Grobholz

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
This entry was posted in Beobachtungen and tagged , , . Bookmark the permalink.

13 Responses to DisplayAds bei Trigami: Verhandeln lohnt sich

  1. Francis, Infopirat says:

    In der Tat lohnt sich das Verhandeln sehr bei Trigami. Man sollte sich einfach einen anständigen TKP ausrechnen oder generell hoch pokern. Die vorgeschlagenen Preise sind in der Regel weit unter dem, was die Kunden bereit sind zu zahlen…

  2. Christiane says:

    Ich kann die Trigami-Preispolitik nicht wirklich nachvollziehen. Würde gerne eine Erklärung dafür sehen. Habe mich auch ganz offiziell beschwert.

  3. Francis, Infopirat says:
  4. ritchie says:

    Also meiner Ansicht nach wird der Trend bei Display-Ads (nicht nur bei trigami, sondern generell) sehr stark in Richtung Branding gehen: also z.B. Header umfärbeln und drei Banner rauf für eine Woche. TKP ist da gar nicht unbedingt eine adäquate “Währung”. Gerade trigami hat sich in der Vergangenheit einen starken Marktanteil durch ein sinnvolles Ausbalancieren von Angebot und Nachfrage geschaffen – der Display Ad Bereich ist recht neu, ich hoffe, dass sich die Preis auf höherem Niveau konsolidieren und trigami die Chancen, über bloße Banner rauszugehen, wahrnimmt.

  5. Christiane says:

    Wenn man den vier- oder fünffachen des angebotenen Preises rausholen kann, stimmt etwas ganz schwer überhaupt nicht.

    An was sollten sich deiner Meinung die Preise orientieren? Auch Monatspauschalen basieren letztlich doch auf einem TKP.

    Ich hoffe hingegen weniger auf Banner als auf diese amerikanischen 125×125 px Ads, die man dann z.B. zu viert oder sechst oder acht an der Seite schön runterlaufen lassen kann. So ein breites Banner nimmt ja schon viel Platz weg.

  6. Also persönlich halte ich überhaupt nichts von dem 125er Format – schon gar nicht, wenn auf der entsprechenden Seite 16 Stück davon in der Seitennavigation zu finden sind. Der Anreiz solch einen Banner zu klicken (und zu buchen erst recht) ist doch minimal.

    Display Werbung kann nur funktionieren wenn sie anständig wahrgenommen wird und auch Klicks generiert mit Raten überhalb der 0,5%. Und bessere Klickraten erzeugt man durch gute Positionierung, interessante Werbemittel, grosse Formate, Zielgruppenaffinität und halbwegs grosse Exklusivität was die Menge an Werbung auf der Seite insgesamt angeht.

    Über eine neue interessante Geschichte hat Adam gestern bei Mashable berichtet: http://mashable.com/2008/08/07/adcamo-background-advertising-platform/

    Auch wenn diese Form von Ads noch penetranter ist, halte ich das Format für sehr interessant.

    Trotz allem: Wir sind immer noch kein Stück weiter, was das Dilemma der TKPreise angeht und dem Dumping das grade augenscheinlich bei Trigami abläuft.

  7. Christiane says:

    Francis, du sprichst aus der Perspektive der Werber. Als Plattformbetreiberin jedoch lege ich keinen großen Wert auf riesige Banner und weiß ich nicht alles. Sondern ich lege Wert darauf, dass möglichst viel Werbung in vernünftigem Maße hier laufen kann.

    Vernünftig heißt: Es soll den professionellen Aufwand für den Betrieb der Plattform einigermaßen refinanzieren (davon sind die meisten Anbieter noch weit entfernt) und es soll nicht so dominant sein, dass Inhalte der Plattform von den Werbeinhalten erdrückt werden.
    Ein Mix aus einem Leaderboard ganz oben, den 125×125 Ads und einem Rectangle finde ich gut. Diese HintergrundAds, die bei Mashable jetzt vorgestellt wurden, sind schon extrem wuchtig. Aber hübscher wie diese rechtwinkligen Skyscraper-Ads allemal.

    Außerdem kommt es nicht unbedingt auf die Klicks an. Das halte ich für einen Mythos der Online-Werbung. Sondern es reicht, wenn die Anzeigen “wahrgenommen” werden. Das ist über Jahrzehnte Zeitungswerbung belegt – und an diesen Wahrnehmungsmechanismen ändert sich online nicht viel. Pay-per-Klick, wie GoogleAds es machen, finde ich daher eine Zumutung für die Anbieter.

    Ein weiteres Problem, das ich sehe, sind die RSS-Feeds. Es gibt Artikel hier, die über RSS die zehnfachen Abrufe haben. Aber das schlägt sich natürlich nicht in der normalen Besucherstatistik nieder. Werbung in Feeds geht im Moment eigentlich nur über bezahlte Textanzeigen – oder Pauschalen. Ist aber wohl noch sehr selten. Ich verstehe daher die Verlage, die keine Volltext-Feeds anbieten, inzwischen sehr gut. Obwohl ich das dennoch etwas schwach finde. Sie bemühen sich ja nicht offensiv um neue Lösungen.

  8. Alain Aubert says:

    >Wenn man den vier- oder fünffachen des angebotenen
    >Preises rausholen kann, stimmt etwas ganz
    >schwer überhaupt nicht.

    Das ist richtig. Was muss man haben um korrekte Preisvorschläge für Display Werbung zu errechnen? Traffic Zahlen. Insb. verfügt Trigami für viele Blogs nicht über diese Zahlen.

    Die ursprüngliche Idee einen Tracking-Code für die Teilnahme bei Trigami obligatorisch zu machen, haben wir verworfen, weil sehr viele Blogger das nicht möchten.

    Deshalb ist nicht der angebotene Preis bei diesen Kampagnen sondern die Kommunikation von Trigami schlecht. Wir haben gemerkt, dass einige Blogger die Kampagne mit der Begründung “Honorar zu niedrig” ablehnen. Das macht keinen Sinn, wenn die Möglichkeit besteht ein Gegenabgebot zu platzieren.

    Wir haben deshalb folgenden Satz ergänzt:
    “Da Trigami nicht über vollständige statistische Daten verfügt, kann der errechnete Preis u.U. von der Realität abweichen. Wir bitten Sie die Funktion zur Eingabe des gewünschten Honorares bei der Bewerbung zu nutzen.”

    Natürlich arbeiten wir mit den neuen Daten an einem Pricing, dass den Blogger nicht zwingt jedesmal den eigenen TKP zu errechnen und ein Gebot anzugeben. Die Traffic Daten für einzelne Reviews sind nicht immer vorhanden und lassen sich leider auch nicht zweifelsohne hochrechnen. Deshalb gestehen wir uns im Status Quo ein, dass der Blogger grundsätzlich intelligenter ist als unser Algorithmus, weshalb sein Honorarvorschlag den “Listenpreis” überstimmt.

    Im Status Quo sind vor allem die Display Ads Preise für grössere Blogs absolut unpassend. Ich gehe aber davon aus, dass jeder nachvollziehen kann, dass wir die Eigenangaben nicht 1:1 übernehmen können.

    @#4, richtie, ja, wir arbeiten daran. Auch Freitags um 8.

  9. Christiane says:

    @Alain Respekt für die schnelle Antwort!

    In dem Fall des vierfachen Preises weiß ich, dass die angegebenen Visitzahlen bei Trigami korrekt waren. Deswegen habe ich den niedrigen Preis nicht verstanden. Von der Bemerkung ausgehend, dass für größere Blogs die Preise “absolut unpassend” sind, vermute ich, dass also die Eigenangaben gar nicht berücksichtigt werden? Sehr unbefriedigend.

    Ich finde, gerade wenn es jetzt um TKP-basierte Angebote wie DisplayAds geht, müssten teilnehmende Blogger vielleicht freiwillig irgendeinen Counter-Nachweis für Views oder Feedabos führen können, um einen “realistischen” Preis garantiert zu bekommen. Und auch die Anbieter müssen irgendwie beurteilen können, ob der verlangte Preis realistisch ist. Und wie gesagt: Ein gutes Targeting wäre bei einer so differenzierten Publikationslandschaft wie Blogs unbedingt nötig. Sonst werden viele Aufbauchancen einfach verpasst.

  10. m.o.m. says:

    Ah… Endlich mal lehrreiche und aufschlußbringende Statements. Alain, das is eine gute Aussage. Ich ahne, dass da was kommt.

    Dank euch allen.

  11. Welttexter says:

    Ich hab auch diese Anzeige auf meinem Blog und bekomme 0,78 EUR dafür =)
    Ich habe das Angebot von trigami übernommen

    Trotzdem hoffe ich, dass die Aktion erfolgreich war, dass weitere ähnliche Kampagnen gestartet werden. Denn vielleicht mit der nächsten Kampagne kann ich mir dann schon immerhin ein 1×1-Produkt bei Mc-Donald’s kaufen (Mir fehlen nur 22 Cent)

  12. Pingback: Bannerwerbung | Storys from the real life

Comments are closed.