
Gestern habe ich mein Google-AdSense-Konto aktiviert. Dafür rief eine Google-Maschine meine Telefonnummer an, um sicher zu stellen, dass die Nummer auch mir gehört. Um mir meinen Bestätigungscode mitzuteilen, formulierte die freundlich-resolute Telefonstimme: “Ihre Geheimschrift ist …”. Erstaunlich, dass ein so international aufgestelltes Unternehmen seine Übersetzungen nicht noch einmal von Muttersprachlern überprüfen lässt. Offensichtlich zu aufwändig.
Nur gut, dass ich bereits an die Google-Übersetzungen gewohnt bin: Vor etwa zwei Wochen stolperte ich in einem Text, in dem die bekannte niederländische Tageszeitung das “NRC Handelsblad” erwähnt wurde, über die unverständliche Erwähnung eines “NATO-Russland-Rates” – dessen englische Abkürzung NRC ist. Genauso gut hätte Google aber “NRC” auch mit “National Research Council” übersetzen können.

In dieser Woche erfreute mich Google mit der Übersetzung des niederländischen Worts für “Mundpropaganda”: “Maul- und Klauenseuche” stand da ganz unverfroren. Ganz wie der gute alte Babelfisch. Oder ob da jemand wohl eine ganz individuelle Übersetzungshilfe geleistet hat?
Titelbild: flickr/Christian Watzke/CC

