Dänemark fördert “Open Innovation”

In Dänemark hat das Wirtschaftsministerium ein Förderprogramm für die Jahre 2007 bis 2010 aufgesetzt, das die Verbreitung von Methoden für Anwender-getriebene Innovationen im öffentlichen und privaten Bereich mit 100 Millionen Dänischen Kronen unterstützt (PDF). Dänemark ist das erste Land weltweit, das ein solches Förderprogramm aufsetzt.

Ein wesentlicher Ideengeber hierfür war der amerikanische Innovationsforscher Eric von Hippel, der schon vor Jahren feststellte, dass Kunden in der Regel die besten Kenner der Produkte seien, da sie am besten wüssten, was ihnen nützt. So fand Hippel heraus, dass es Anwender waren, die 82 Prozent der Funktionsfähigkeiten von wissenschaftlichen Instrumenten wie Elektronenmikroskopen entwickelten.

Mit dem Förderprogramm sollen für verschiedene strategische Bereiche neue Produkte, Dienstleistungen und Konzepte entwickelt werden. Zu den strategischen Bereichen, in denen Dänemark über besondere Kompetenzen verfügt, gehören Umwelt- und Energietechnologien, Konstruktion, Gesundheit, Design und Nahrungsmittel. Ein weiterer Bereich betrifft bereichsübergreifende Themen wie etwa gesellschaftliche Probleme, die ein vielversprechendes Marktpotenzial versprechen. Hierzu gehören der Gesundheits- und der Energiesektor, aber auch der Wohlfahrtsbereich, insbesondere die Versorgung von Kindern und älteren Menschen.

Im Vorlauf erarbeitete Jørgen Rosted eine Studie namens “User-driven innovation” (PDF), die zahlreiche interessante Ergebnisse unterhält. So etwa die überraschende Feststellung, dass größere Unternehmen eher auf Anwenderbedürfnisse bei der Entwicklung ihrer Produkte eingehen:

Interessant auch hier die folgende Aufstellung über die Inspirationsquellen für Innovation: Die eigenen Mitarbeiter und Kunden gehören hier mit Abstand zu den Hauptquellen:

 

 

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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