Zeit-, orts- , wetter- und aktionsabhängige Design-Motive bei GoogleMail

Kürzlich erweiterte Google das spartanische Design seiner GoogleMail um einige Motive – und die haben es in sich: Einige verändern sich  nicht nur wetterabhängig, sondern auch zeit- und aktionsabhängig.

Das Bärchen im “Teehaus” etwa ist zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Orten im Teegarten anzufinden. Am morgen gießt es Blumen, später füttert es die Vögelchen, am Abend trinkt es Tee in seinem Teehaus-Turm und des nachts sitzt es in seiner gemütlichen Stube. Ebenfalls mit der Zeit ändert sich das “Strand”-Motiv. Erkennen lassen sich die zeitabhängigen Motive an der Sonne, die im Laufe des 

Tages über den Horizont wandert.

Das “Planeten”-Motiv wiederum präsentiert jeden Tag einen anderen Planeten im Hintergrund. Abhängig von dem, was man gerade mit der E-Mail tut, verändert sich das “Ninja”-Motiv. Die Spam-Seite etwas zeigt eine hübsche Kampfszene. Am interessantesten aber finde ich die Wettermotive “Baum” und “Bushaltestelle”, die das lokale Wetter wiederspiegeln: Gesehen habe ich bereitsbeim “Baum” den leicht bewölkten Himmel, leichten Regen, schweren Regen und Schnee. Leider verändert sich das ganze nicht noch zusätzlich zur Uhrzeit. Praktisch ist das natürlich, wenn man ohne einen Blick aus dem Fenster schnell feststellen möchte, ob man kurz mal raus gehen kann. Die “Bushaltestelle” hingegen kennt Nebel (Riesen-Mensch mit langen Beinen, s. rechts), Regen bei Nacht (Regenschirm-Kaskade), Hitze (Eisturm) und normales Wetter (Giraffe).

Was Google uns damit sagen möchte? Ja, man kann Dienste aufsetzen, die entsprechend den zeitlichen und örtlichen Begebenheiten wie auch den Aktionen der Anwender unterschiedliche Oberflächen präsentieren. Das kommt hier noch ganz niedlich daher, aber zusammen mit der ständigen Auswertung der persönlichen Inhalte kann man da sich auch noch viel speziellere Oberflächen vorstellen. Von der sich automatisch anpassenden Sprachoberfläche wollen wir hier gar nicht reden.

Auf die Design-Oberflächen, die alles miteinander kombinieren – die Zeit, den Ort, das Wetter und die Aktion darf man also schon gespannt sein. Fehlt nur noch die stimmungsabhängige Oberfläche. Sind die Tastatureingaben etwas lahmer wie sonst, könnte heitere Musik erklingen, sind sie hektisch und fahrig, könnte ein Entspannungsprogramm gestartet werden. Aber vielleicht könnte das Programm ja, wenn es gerade besonders hektisch zugeht, auch einen Entschleunigungsmodus aktivieren, etwa einige Mails einfach mal später ausliefern und empfangen und die Chatbereitschaft deaktivieren.

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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