Google Adsense im RSS-Feed funktioniert nicht wirklich
Von Christiane Schulzki-Haddouti • 03.Januar 2009 • Kategorie: Beobachtungen1,994 views • Ein Kommentar
Wer Feedburner für seinen RSS-Feed verwendet, kann seit einiger Zeit nun auch für den deutschsprachigen Feed Google-Adsense-Anzeigen direkt einbinden. Voraussetzung ist, dass man sein Feedburner-Account auf Google migriert. Das geht relativ schmerzfrei mit einigen Klicks.
Relativ schmerzfrei heißt: Danach ist nicht mehr – wie von Google versprochen, aber wie insgeheim befürchtet – wie zuvor. So haben sich bei mir 10 Prozent der Abonnenten spurlos in Luft aufgelöst. Zurückführen konnte ich das auf die Firefox-Live-Bookmarks, deren Nutzer sich von etwa 60 auf 2 reduzierten. Angeblich waren die Zahlen zuvor aber auch nicht korrekt. Verschwunden ist außerdem die Statistik, die mir aktuell den Abruf von Artikeln anzeigt. Und sie lässt sich auch nicht wieder rekonstruieren.
Dafür klappt die Google-Adsense-Einbindung in den Feed. Die Anzeige erscheint im Artikel direkt im Feedreader. Doch auch hier gibt es eine unangenehme Überraschung: Im Blog selbst wird sie nicht mehr angezeigt. Außerdem lässt die Kontextgenauigkeit zu wünschen übrig. Die Anzeigeninhalte haben nichts, aber auch gar nichts mit dem entsprechenden Text zu tun. Deshalb gibt es seit der Einbindung auch keine Klicks mehr auf die Anzeigen (die dieses Blog in extrem bescheidenem Umfang unterstützen würden).
Kontextgenauigkeit war übrigens auch der Grund für mich, mich von den Amazon-Anzeigen wieder zur verabschieden. Anstatt inhaltlich auf die Texte passende Bücher anzuzeigen, zeigte das schlaue Kontext-Widget immer auch Bücher von mir an. Warum? Weil vor allem die Autorin und weniger das Thema mit den Texten gematcht wurde. Und noch eine Nebenwirkung gab es: Sämtliche Bloglines-Abonnenten wurden in der Feedstatistik nicht mehr angezeigt, weil das Amazon-Widget mit Bloglines offensichtlich nicht kompatibel ist.
Christiane Schulzki-Haddouti ist seit 2007 auf KoopTech bloggend unterwegs, arbeitet jedoch hauptsächlich als freie IT- und Medienjournalistin.
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