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	<title>Kommentare zu: Eine etwas andere re:publica-Nachlese</title>
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		<title>Von: Die Welt ist Scheisse - Aber ohne Geruch &#187; Blog Archiv &#187; re-publica 09 &#8220;Shift happens&#8221; [Update]</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1941</link>
		<dc:creator>Die Welt ist Scheisse - Aber ohne Geruch &#187; Blog Archiv &#187; re-publica 09 &#8220;Shift happens&#8221; [Update]</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 14:10:50 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Der bisher beste Satz bzgl. der re:publica R&#252;kblicke ist von Detlef Borchers (ihn kennt man von Heise.de):&#8221;&#8230;Charlie Beckett zertr&#252;mmert gerne die alten Trutzburgen [...]</p>
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		<title>Von: &#8222;Welt kompakt&#8221;, Fanclub für Prügelvideos &#171; Stefan Niggemeier</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1940</link>
		<dc:creator>&#8222;Welt kompakt&#8221;, Fanclub für Prügelvideos &#171; Stefan Niggemeier</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 09:28:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Kollege Detlef Borchers nennt Twitter ein &#8222;nicht-journalistisches Format&#8221;. Ich glaube, das ist eine [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kollege Detlef Borchers nennt Twitter ein &#8222;nicht-journalistisches Format&#8221;. Ich glaube, das ist eine [...]</p>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1939</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 21:45:03 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu 1.) Ist es nicht so, dass in der Zeit vor dem Web die Leser und Zuschauer eher rezeptiv veranlagt waren oder wurden, verantwortungslos und streng getrennt vom â€žZauber der Signifikantenâ€œ, d.h.  von Ver&#228;nderung des Codes. Sie konnten nicht tauschen, nichts zur&#252;ckgeben und somit nichts &#228;ndern. Das war keine Sternstunde der demokratischen Instanz Massenmedien bzw. Journalismus. Und die Tatsache, dass sich die seri&#246;sen Journalisten aktuell gegen&#252;ber den Bloggern genau aufgrund dieser Codedifferenzen in eine gesonderte Existenz hineinzuschreiben w&#252;nschen (siehe z.B. Frey) realisiert doch genau diese von Baudrillard bezeichneten Machtspiele. Die Recherche als Auszeichnung von Journalismus erscheint mir hier auch keine hinreichende oder notwendige Bedingung. Und auch die Rede ohne Antwort wird nicht ernsthaft erweitert um den Terminus des sachdienlichen Hinweisgebers.</p>
<p>2.) &#8220;sich mit dem Log in eine Existenz einzuschreiben&#8221;, klingt mit Verlaub ein wenig nach Frankolatrie. Das &#8220;Da&#8221; ist vielleicht mehr im Schellingschen Sinne: &#8220;Im Geist des Menschen schl&#228;gt die Natur die Augen auf und erkennt sich als freies Gegen&#252;ber eines freien Sch&#246;pfergottes.&#8221; zu verstehen, wenn eine reflexive Haltung im Blog erkennbar ist. Es geht damit zun&#228;chst sicher um eine Befreiung von den externen Attribuierungen. Aber angesichts der allgemeinen Exkrementik rund um web 2.0 kann ich den Hinweis auf Lacans pr&#228;personale Phasen verstehen.</p>
<p>4.) Ich habe ein ungutes Gef&#252;hl, zu den GEZ-Geb&#252;hren des Rundfunks noch eine Kultur-GEZ einzuf&#252;hren. Sicher der Rundfunk schafft sich mit der st&#228;ndigen Konverganz aller Medien auf die kaufkraftschw&#228;chsten Zuschauer/h&#246;rer/leser auf lange Sicht selber ab. Ob aber als Antwort auf diese Entselbstung eine Kollektivierung des modernen K&#252;nstlers stattfinden sollte. Liegt doch der Wert der modernen Kulturschaffenden &#8211; leider &#8211; zuoft in der Hybris einer &#252;berz&#252;chteten Subjektivit&#228;t, die nichts anderes mehr anerkennt als das Erschaffen von mentalen Gestellen. Ich h&#228;tte Lessig gerne applaudiert, der ja auch in die Richtung Kulturflatrate denkt. Aber genau hier denke ich dann wieder an die pr&#228;demokratischen Wahrnehmungsschwellen, die schon die seri&#246;sen Journalisten ohne gesellschaftlichen Auftrag selbstherrlich einziehen. Wer will denn entscheiden, wie der Kuchen verteilt wird? H&#228;tte Flatz in seiner Anfangszeit Geld von so einem zentralistisch verwalteten Fonds bekommen? oder Fetting, oder die Oehlens oder gar ein Francis Bacon, der gerade in einem Hinterhof vor sich hin experimentiert. Da bin ich wohl konsequenterweise eher beim B&#252;rgergeld&#8230;Aber auch das &#252;berzeugt mich nicht wirklich als Alimentationsstrategie. Die destruktiven Zeichen des Verfalls der Hochkultur leuchten bei all diesen Konstrukten allzu stark in das Dunkel der Masse an Menschen, die sich solche elaborierten Geb&#228;ude gar nicht verst&#228;ndlich machen k&#246;nnen. Kurz: Es gibt ganz andere Aufgaben, die weniger messianisch aber menschlicher daher kommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Detlef Borchers</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1938</link>
		<dc:creator>Detlef Borchers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 19:26:48 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keine Ahnung, was das fette Geplonke in #7 bedeuten soll.  Laus/Leber/Leben? Ich muss manchmal schlicht arbeiten, ein Text &#252;ber Vmware musste raus, ein Text zur Gr&#252;ndung der BRD angeleiert werden, der Geburtstag von Grassmann droht, alles  Dinge, die weitab von Lyotard und Ostern liegen.  </p>
<p>Aber:  Ich bedanke mich aber sehr f&#252;r den tollen Hinweis, mir w&#228;re sonst vielleicht entgangen, dass das Jubil&#228;um seines Aufsatzes &#8220;The field of knowledge in computerized societies&#8221; unmittelbar bevorsteht. Was nat&#252;rlich eine Meldung wert ist: Der networked journalism beweist mal wieder seine Werthaltigkeit.</p>
<p>Zu #6, nat&#252;rlich eine diskursive Antwort:  </p>
<p>1.) den Faden mit Baudrillard m&#246;chte ich nicht aufnehmen, seine Antwort auf Enzensbergers Medientheorie und die Sender/Empf&#228;nger-Debatte in der &#8220;kybernetischen Illusion&#8221; ist doch etwas schlicht als Machtdispositiv gedacht, wenn der &#8220;eine den Code w&#228;hlen kann und der andere blo&#223; die Freiheit hat, diesem sich zu unterwerfen&#8221;.  Diese Richtung w&#252;rde ja, auf das Blogger/Journalismus-Problem bezogen nichts anderes bedeuten, als dass sich Blogger den journalistischen Sprachspielen (code en respect) unterwerfen m&#252;ssen.</p>
<p>2.) Autor ist ein &#252;berholter Begriff, aber Skriptor hinkt auch ganz gewaltig. Das bloggerische &#8220;writing myself into being&#8221; geht nach meinem Verst&#228;ndnis so, dass der Blogger mit dem Logbuch sich in eine Existenz einschreibt.  Jedes Log enth&#228;lt ja penibel genaue Angaben , wann sich wo ein Schiff befunden hat, egal of auf Meer oder in Cyberspace. Wenn wir hier schon Franzosentheorie reiten, dann w&#252;rde ich auf die die Spiegelphase als Bildner der Ich-Funktion von Lacan verweisen: Ein Blog-Eintrag wird im Internet gespeichert, verlinkt, getrackbacked und derBlogger zeigt drauf und strahlt: &#8220;Da!&#8221;</p>
<p>3.)  Ich habe mich gerade bei Open-Source-Projekten gefragt, ob sie Vorbild sein k&#246;nnen. Viele kennen die Rolle des wohlmeinenden Diktators,  der in &#8220;letzter Instanz&#8221; entscheidet. V&#228;terchen Stalin hing als Bild bei den Eltern von Linus Torvalds. Nur so viel gesagt: einige Versuche mit Google und shared documents liegen hinter mir, dazu plane ich noch ein gr&#246;&#223;eres St&#252;ck bzw. Experiment.</p>
<p>4.)  Zur Verg&#252;tung habe ich ja das VG-Wort-Dilemma angesprochen, was f&#252;r Online-Journalisten *das* Thema auf der re:publica war.  Als Erstunterzeichner der Petition von privatkopie.net und Verfechter der Kulturflatrate bin ich jedenfalls gespannt, wohin die Reise geht, kann aber keine L&#246;sung anbieten.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1937</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 16:04:08 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK jetzt habe ich verstanden, was sie mit &#8220;trennen sich unsere Wege&#8221; meinten.<br />
Vielen Dank f&#252;r den praktischen Nachweis der Reichweite des habermasschen Diskursbegriffs.<br />
Da bin ich froh, dass ich mit Lyotard nicht auf den aggressiven Akt des Konsens angewiesen bin.</p>
<p>Frohe Ostern</p>
<p>J&#246;rg Wittkewitz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1936</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 14:04:39 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, hier trennen sich unsere Wege. </p>
<p>Diskursiv oder inhaltlich?</p>
<p>Es ist aus meiner Sicht absolut unm&#246;glich, eine postmoderne Perspektive einzunehmen und dann mit dem F&#228;hnchen Authentizit&#228;t herumzulaufen. </p>
<p>Warum? Meinen Sie nicht, dass es Zeit f&#252;r eine erneute Betrachtung von Baudrillard ist? Wir m&#252;ssen es ja nicht im solipsistisch-sartreschen Sinne</p>
<p>Die gr&#246;&#223;te Errungenschaft der Debatten der letzten Jahre ist der Tod des Autors. Wenn ich mir einen Fortschritt im Journalismus denken k&#246;nnte, dann sind das Autorenkollektive ohne Autoren, eine Bourbaki-Produktion der Diskursmaschinen, ein networked journalism,in der die Absicht wie die Wahrnehmungsschwellen der einzelnen unerheblich sind. </p>
<p>Wer entscheidet da &#252;ber die behandelten Themen und die zu recherchierenden Artikel? Das Kollektiv einstimmig oder mehrheitlich?</p>
<p>Viele Blogger vermitteln ja ein v&#246;llig falsches Bild, wenn sie sich als Autor oder Autorin sehen.</p>
<p>Was ist falsch am Begriff? Ist er extensional falsch angewandt oder intensional falsch definiert?</p>
<p> Jan Schmidt hat das ja in seinem Vortrag sehr h&#252;bsch gesagt, zwar auf Englisch, dass das Bloggen ein â€œwriting myself into beingâ€ ist, also bestenfalls eine Instantation zur Laufzeit eines Diskurses, so wie eine Klassenbibliothek beim Programmieren Zust&#228;nde abfragt. </p>
<p>Was ist die Instanz des myself? Ist es ein Subjekt, ein Subjektmodell oder eine soziale Rolle nach au&#223;en qua schriftlicher Mitteilung oder etwas g&#228;nzlich anderes?</p>
<p>Die Funktion Autor geh&#246;rt der Vergangenheit an, was die meisten Journalisten, die ich kenne, sehr gut wissen. </p>
<p>Und der Journalist hat dann noch ein Zukunft als &#8230;? Wer erh&#228;lt denn dann die Verg&#252;tung? Das Kollektiv? Ist das dann Vergelichbar der Miturheberschaft wie beim Film aus Autor, Regissseur und Kameramann, nur das hier dann alles dasselbe Gewerk aus&#252;ben..?</p>
<p>Muss es unbedingt so rigide wie beim Bourbaki-Projekt laufen oder kann das auch in einer demokratischen Form ablaufen? Ich habe ja den Eindruck, dass Bourbaki &#228;hnlich diktatorisch abl&#228;uft wie viele erfolgreiche Open-Source Projekte&#8230;aber vielleicht irre ich und man kommt auch ohne einen Dieudonné aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Detlef Borchers</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1935</link>
		<dc:creator>Detlef Borchers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 12:41:57 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, hier trennen sich unsere Wege. Es ist aus meiner Sicht absolut unm&#246;glich, eine postmoderne Perspektive einzunehmen und dann mit dem F&#228;hnchen Authentizit&#228;t herumzulaufen. Die gr&#246;&#223;te Errungenschaft der Debatten  der letzten Jahre ist der Tod des Autors.  Wenn ich mir einen Fortschritt im Journalismus denken k&#246;nnte, dann sind das Autorenkollektive ohne Autoren, eine Bourbaki-Produktion der Diskursmaschinen, ein networked journalism,in der die Absicht wie die Wahrnehmungsschwellen der einzelnen unerheblich sind.  Viele Blogger  vermitteln ja ein v&#246;llig falsches Bild, wenn sie sich als Autor oder Autorin sehen. Jan Schmidt hat das ja in seinem Vortrag sehr h&#252;bsch gesagt, zwar auf Englisch, dass das Bloggen ein &#8220;writing myself into being&#8221; ist, also bestenfalls eine Instantation zur Laufzeit eines Diskurses, so wie eine Klassenbibliothek beim Programmieren  Zust&#228;nde abfragt.  Die Funktion Autor geh&#246;rt der Vergangenheit an, was die meisten Journalisten, die ich kenne, sehr gut wissen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1934</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 12:13:35 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es ja grunds&#228;tzlich gut, wenn die investigative Seite bei den B&#252;rgern verortet wird und dem Journalisten nur noch die Recherche zugeordnet wird. Das k&#246;nnte ein Weg aus dem Wallraff-Dilemma sein. Andererseits ist das Nicht-gemein-machen mit einem eigenen Erlebnis auch eine gewisse sterile Form der aufgekl&#228;rten Distanz, die ja aus der postmodernen Perspektive gar nicht existieren kann. Warum kann ein Blogger/B&#252;rger/Mensch eigentlich nicht ein Thema wie die OBUs oder den Lobbyismus oder das Wegducken der guten Menschen bei globalen Ungerechtigkeiten oder &#228;hnlichem &#252;ber Jahre begleiten. Wenn ich mich an das Gespr&#228;ch mit Mary Joyce und der Mitgr&#252;nderin von mideastyouth auf der republica erinnere, eines der ganz wenigen Highlights, dann bin ich sehr froh, dass die Beteiligten ihre eigene Publizit&#228;t &#252;bernehmen. Ich denke es ist extrem gut, wenn Aktivisten mithilfe des Web ihre eigene PR-Abteilung und zugleich ihr eigener Berichterstatter sind. Sie liefern das, was die einzige W&#228;hrung in der postmodernen Welt sein kann: Authentizit&#228;t. Das ist &#252;brigens ein Wert, der durch keine noch so aufgekl&#228;rte oder &#8220;sauber&#8221; recherchierte Berichterstattung erreicht wird. Dort z&#228;hlt ja noch das alte Prinzip des Journalismus: Die Entscheidung &#252;ber Wahrnehmungsschwellen: Die bisher leider nicht hinterfragte Hoheit &#252;ber das, was es &#252;ber die journalistische und damit ver&#246;ffentlichte Wahrnehmungsschwelle schafft und das was darunter bleibt. Dieses Bild des Journalismus als Filter zwischen ober- und unterhalb der Schwelle ist anma&#223;end, willk&#252;rlich, unreflektiert, unbegr&#252;ndet, in vielen F&#228;llen unmenschlich und daher im 3. Jahrtausend obsolet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Re:publica &#8216;09 Nachlese &#124; netzfeuilleton.de</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1933</link>
		<dc:creator>Re:publica &#8216;09 Nachlese &#124; netzfeuilleton.de</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:56:08 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Johnny H&#228;u&#223;ler hat sich meine Kritik gleich zu Herzen genommen.  Inhaltlich geht es hier auch nochmal um die Journalisten/Blogger Problematik und wichtige Kritik kam aber auch von ganz [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Johnny H&#228;u&#223;ler hat sich meine Kritik gleich zu Herzen genommen.  Inhaltlich geht es hier auch nochmal um die Journalisten/Blogger Problematik und wichtige Kritik kam aber auch von ganz [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Detlef Borchers</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2009/04/eine-etwas-andere-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-1932</link>
		<dc:creator>Detlef Borchers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 10:40:12 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ob die Akteur-Netzwerk-Theorie von Latour so viel weiter tr&#228;gt, das m&#246;chte ich doch stark bezweifeln.  Aber das ist ein Nebenthema. </p>
<p>Bleiben wir bei der Frage, was denn so schlimm daran w&#228;re, wenn Leser Vorf&#228;lle nicht melden, sondern selbst bloggen oder twittern.  Hier steht und f&#228;llt alles mit der journalistischen Leistung, die auch als Recherche bekannt ist. Ich habe ja geschrieben,  dass 80% meiner Artikelanst&#246;&#223;e von meinen Lesern kommen, so im Stil &#8220;hake damal nach/ da stimmt was nicht/ ganz interessant&#8221;.   daraus k&#246;nnen sich, zumindest in meinem Bereich, Recherchen ergeben, die &#252;ber Jahre dauern.  So etwas kann ein Blogger meinem Verst&#228;ndnis nach kaum leisten, es sei denn, er ist direkt Beteiligter &#8211; und dann h&#228;ufig wieder Partei.  Tabernakel im Sinne des beweglichen, nach allen Seiten offenen Mischkan ist gar nicht so schlecht.</p>
<p>Um mal konkreter ein Beispiel zu nennen: Ich habe sehr fr&#252;h den Hinweis gekriegt, dass der Staat der LKW-Maut nicht funktionieren kann,weil die OBUs vermurkst waren. Der Hinweis kam von einem direkt beteiligten Programmierer.  Danach habe ich bis jetzt 270 Artikel &#252;ber die Maut geschrieben. Auch wenn das Thema mittlerweile nicht mehr den IT-Fokus hat, bekomme ich noch heute Hinweise, wenn irgendwo z.B. ein Prozess dar&#252;ber stattfindet,  ob die Mauttechnik funktioniert.  Und reise hin&#8230;.</p>
<p>Blogger sind f&#252;r mich Partner im Sinne des networked journalism, nicht mehr, nicht weniger. In den 30 Jahren, die ich Journalist bin,  geh&#246;ren sie zu den wenigen positiven Fortschritten im Betrieb. Es gibt tolle Texte aus so einer Perspektive, die ich nicht schreiben k&#246;nnte. Dann halte ich es mit Doris Lessing, die im Goldenen Notizbuch notierte: &#8220;So, du hast es also zuerst geschrieben? Gut f&#252;r dich. OK, dann brauche ich es nicht mehr zu schreiben.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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