KoopTech
Kooperative Technologien in der sozial-medialen Revolution

Klassische Medien im Spannungsfeld mit dem Internet – Twittern als Beispiel für Operationalisierung

Von Geribert Jakob • 18.Juni 2009 • Kategorie: Medien

2,654 views • Ein Kommentar

Prima. Wie ein Blog, nur kürzer – max. 140 Zeichen lang. Was interessiert uns das Zwitschern? Nüchtern betrachtet ist twittern nur eine von vielen technischen Varianten zum Broadcasten.

Und wie üblich wird es nach einem Hype auch wieder eine Ernüchterung geben und damit eine Normalisierung der Nutzungsfrequenz und der öffentlichen Beachtung dieser (2009) so wahnsinnig interessanten und von millionen Menschen beachteten Technologie – aber eben nur einer Technologie.

Interesse wird über Inhalte geweckt und wach gehalten.

Hier steckt das Potenzial des Twitterns. Ähnlich wie beim Bloggen – dessen Hype, wie schon 2006 zu erwarten war, vorbei ist – bleiben einige interessante Sites übrig, die journalistisch und damit für die Öffentlichkeit interessant sind.

Was macht die Technologie von Twitter journalistisch interessant? Hier zwei Aspekte:

Twitter erfüllt die Anforderungen an Anreißer, die auf vertiefende Quellen und Darstellungen verweisen oder es ist ein optimales Werkzeug, um aktuelle Prozesse live zu dokumentieren. Letzteres hat bei der Bundespräsidentenwahl oder auch beim Aufstieg von Mainz 05 statt gefunden – zum großen Nutzen tausender Interessierter und der Verlage und Sender, die twitterten. Und das damit auch durch Journalisten, die Twitter zum professionell informieren genutzt haben.

Das Twitter eine Qualität als Teaser besitzt -Kürze und Fokussierung-, wobei teasing im Journalismus wie selbstverständlich und gerade auf den Titelseiten, im Nachrichtenvorspann etc. benutzt wird, ist genau diesen Journalisten offensichtlich entgangen.

Aber Twitter ist ja auch noch jung. Das wird schon ;-)

Siehe hierzu auch

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Geribert Jakob ist Professor für Medienwissenschaften an der Hochschule Darmstadt und ist erreichbar und diskussionsbereit über Geribert.Jakob *at* h-da.de oder direkt hier ... in den Kommentaren.
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Ein Kommentar »

  1. Twitter entspricht auch unseren aktuellen Lesegewohnheiten – wir lesen immer weniger und schneller, oder genau gesagt, auch nicht zuletzt durch das Internet scannen wir die Texte ab.

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