Weil ich selbst gerade in der Planungsphase einer professionellen E-Book-Reihe bin, sehe ich mich gerade unter E-Book-Plattformen für Autoren um.
Die für mich relevanten Kriterien habe ich in einem Google-Spreadsheet zusammengefasst – und zur allgemeinen Bearbeitung frei gegeben. Denn vielleicht gibt es unter den Lesern dieses Blogs ja auch einige, die sich akut mit der Frage beschäftigen und sich gerade einen Überblick verschaffen wollen. Gemeinsam geht es vielleicht schneller.
Wichtig ist mir – nach einigen erhellenden Vorträgen auf der “Tools of Change for Publishing” folgendes:
- Ich will online schreibend produzieren – was für alle offen und kommentierbar sein sollte. Das Buch sollte auch in der fertigen Version weiterhin kommentierbar bleiben.
- Ich möchte einzelne Seiten oder Kapitel kostenlos zeigen können.
- Einzelne Kapitel sollen ebenfalls erwerblich sein (50 Cent, 1 Euro, z.B. über den iTunes-Shop, eine Plattformbindung finde ich daher weniger gut) – Stichwort “Unbundling”.
- Das ganze soll eine ISBN haben, damit ich es bei VG Wort als Buch anmelden kann.
- Es muss mit dem VG-Wort-Pixel verpixelbar sein.
- Es sollte mit Euro bezahlbar sein.
- Das Payment sollte möglichst schnell und einfach sein.
- Das E-Book sollte ein offenes Dateiformat wie EPUB haben, das auch mobil lesbar ist (PDF ist das nicht).
- Als ganzes Buch sollte es in den gängigen Shops wie Amazon gelistet sein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob Amazon auch wirklich EPUB zulässt.
- Das E-Book sollte auch irgendwie DRM-geschützt sein, sonst klappt das mit dem Verkaufen nicht. Aber dabei sollte es nicht auf ein Gerät fixiert sein, also transportabel sein.
Hier der Link zur Tabelle, die im Gerüst steht, deren Inhalte aber noch weitestgehend recherchiert und ausgefüllt werden müssten. Wie schnell ich das selbst schaffe, hängt von diversen anderen Tätigkeiten ab – aber wer weiß? Wenn es einigen Lesern nützt, könnte es ja allen nutzen.
Zum Schluss ein Hinweis auf meinen alten Brötchengeber: Die c’t. In der aktuellen Ausgabe befasst sie sich mit dem “universellen Buch” und nimmt dafür ein paar E-Reader in gewohnter Manier auseinander. Praktisch fand ich die kurze Einführung in das EPUB-Format. Damit kann man sich selbst sein kleines E-Book für die Selbstvermarktung zurechtschneidern.


Ich würde in der Liste unbedingt noch Feedbooks aufnehmen:
http://www.feedbooks.com/
Ich habe gerade genau zu diesem Themenkreis (Selfpublishing) einen Blog als Guide aufgesetzt: The-Do-It-Yourself-Guide to Publishers, allerdings bislang nur wenige Inhalte aufgrund mangelnder Zeit…
Die Excel-Liste ist ja schon lang, mir ist jedoch keine Plattform bekannt, die alle Kriterien erfüllt. Am ehesten Fastpencil, das als einziger E-Verlag eine Integration von externen Webinhalten per RSS + Online-Editierbarkeit anbietet. Allerdings scheinen die Preise kürzlich neu gestaltet worden zu sein, m.E. teilweise etwas arg hoch.
In der Liste habe ich nochmal den Punkt “Autorenhonorar” ergänzt, ich fänd’s toll, wenn ich sie demnächst in meinen Blog einbinden darf (+ Link auf Kooptech natürlich) …
PS: Bei Xinxii kann man neuerdings E-Pub hochladen…
Na klar kannst du sie einbinden. Da muss ich in der Tabelle flott nochmal einen Link auf das Blog ergänzen … Ich habe sie ja veröffentlicht, da ich glaube, dass viele vor demselben Problem stehen wie ich: Sie brauchen einen Vergleich, haben aber nicht die Zeit dazu, alles selbst zu machen. Daher wäre “shared research” doch eine prima Sache.
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