Blogs zu iPhone-Apps

Spannend, weil auf der Hand liegend – und für dieses Blog sicherlich interessant: Seth Godin hat erfolgreich einen Webdienst namens Appmakr ausprobiert, mit dem man sein Blog via RSS-Feed in ein hoffentlich hoch begehrtes iPhone-App umwandeln kann.

Spätestens jetzt muss man nicht mehr danach fragen, wie teuer die künftige Tagesschau-App werden wird – wenn sie doch potenziell auch preisgünstig erstellt werden kann. Wobei: Es gibt doch auch mobile RSS-Reader, wie Read/Writeweb treffend in einem lesenswerten Post über die aktuelle Nutzung von RSS-Readern feststellt. Warum überhaupt Apps nutzen?

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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5 Responses to Blogs zu iPhone-Apps

  1. georg says:

    Die Feeds der meisten deutschen Online Zeitungsangebote sind für die private Nutzung frei. Warum also nicht für 500 US Dollar eine App bauen mit den Artikeln von Welt.de, Bild.de und Sueddeutsche.de und dann kostenlos über iTunes zum Download anbieten?

  2. Jan says:

    Warum eine App nutzen? Weil die meisten Internetnutzer nicht wissen, was RSS ist und es auch gar nicht wissen wollen. Die wollen die News ihrer Lieblingsseite haben und das möglichst schnell und simpel.

    Ansonsten könnte man ja auch fragen: Wozu fertige Kleidung kaufen? Das kann man sich doch auch alles ganz einfach selbst nähen – und viel individueller und vor allem passend! ;-)

    Okay, ein hinkender Vergleich. Aber vielleicht wird deutlich, worauf ich hinausmöchte: Dem durchschnittlichen Internetnutzer geht es nicht darum, das Maximum aus dem Web herauszuholen und sich damit zu beschäftigen, was ein RSS-Reader ist und wie man ihn am besten einsetzt. Der will einfach nebenbei mal interessante News lesen. Vor allem lesen die meisten Leute nicht mehr als eine handvoll Seiten, wenn überhaupt.

    Und diesem Durchschnittsnutzer ist eben in einer Sekunde klar, was der Hinweis auf einer Website bedeutet: “Neu: Unsere iPhone-App! Alle News jederzeit dabei!” Im Gegensatz zu: “Hier gibt es unseren RSS-Feed! Das ist eine Technologie, um Inhalte maschinenlesbar zu verbreiten! Und wenn man sich eine spezielle Software (RSS-Reader) installiert und dann diese kryptische Webadresse dort eingibt, dann findet man da immer die neuesten News!” ;-)

  3. Ja, es ist wirklich ein Jammer. Manche Begriffe sind einfach so sperrig, dass sie schon beim Lesen einen Widerwillen auslösen. RSS und PGP gehören offensichtlich bei vielen Nutzern dazu.

    Aber darf man jetzt seinen RSS-Feed nicht einfach auch als App deklarieren bzw. – ich könnte ja einen Link auf meinen RSS-Feed einfach als “kostenlose iPhone-App” bezeichnen, so rein als Marketingmaßnahme. Und das iPhone würde dann sicherlich auf den Reader weiterleiten, anwendungsfreundlich und barrierefrei wie es angeblich ist? Habe leider keines, wisst ihr, wie schmerzfrei so etwas ist?

  4. Stefan Onymous says:

    Ich finde es spannend zu beobachten, wenn jemand mit Metaphern versucht das Internet zu erklären und das augenscheinlich in die Hose geht, noch interessanter wirds es wenn man als Redakteurin versucht mit seiner Schreiberei ein paar Cent zu verdienen.

    Wie kommt man darauf, das eine Applikation, nur weil sie auf dem iphone verfügbar ist, hochwertig ist?
    Weil der durchschnittliche iphone Nutzer keine Ahnung hat was RSS oder Syndikation ist?

    Der Versuch auf diesem Wege Geld zu verdienen ist total bescheuert, weil ein freier RSS-Reader das gesamte Geschäftsmodell ad absurdum führt. D.h. der einzige Gewinner dabei wäre Appmaker.

    Journalisten sind Toast, weil Sie ihre Leser mit Pseudoapps über den Appstore versuchen abzuzocken, danke für euren Beitrag zur Zukunft der Bezahlbarkeit von Journalismus, für diesen Beitrag wäre selbst Micropayment unangemessen.

    Sorry, ist nicht persönlich gemeint, nur liefert ihr geradezu Steilvorlagen euch kräftig auf die Füsse zu treten.

  5. Welcher Beitrag zur Zukunft der Bezahlbarkeit … ist denn gemeint? hier in diesem Blog war meines Wissens nach keiner.

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