Diskussionen um Paid Content

Mehrfach wurde in den Tagen vor dem iPad-Launch die Frage von “Paid Content” kontrovers diskutiert. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Das Read/WriteWeb berichtet darüber, dass die Tageszeitung Newsday vor drei Monaten eine Paywall eingerichtet hat und seither 35 Abos zu einem Preis von $5 pro Woche verkauft hat (und das, obwohl das Print-Abo bei 4,5 $ liegt). Die Entwicklung der Paywall soll $4 Millionen gekostet haben. Gleichzeitig sollen die Zugriffe auf die Website um 43 Prozent zurück gegangen sein.

Robert Niles analysiert im “Online Journalism Review” auf sehr nachvollziehbare Weise, warum es für Online-Journalismus keine funktionierende Einkunfts-Modelle gibt. Und Nikki Usher erklärt ebenfalls dort, warum auch ein Verleger wie Rupert Murdoch, der für Bezahlschranken plädiert, es nicht schaffen wird, das zerbrochene Geschäftsmodell der Medien wieder zu reparieren.

Dazu passt auch eine Meldung der Futurezone über eine Warnung des Guardian-Chefs Alan Rusbridger vor Paid Content. Mit Bezahlschranken würden sich Journalisten “einer Welt den Rücken zudrehen, die Wissen und Inhalte teilt und sich frei austauschen möchte.”

In Frankreich dürfen die Verleger bereits auf massive staatliche Subventionen setzen, berichtet Le Monde. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will Onlinemedien mit mehr als 60 Millionen Euro unterstützen. Die enge Verbindung der Verleger und Chefredakteure zur Politik mindert bei den Franzosen allerdings die Glaubwürdigkeit der Medien.

About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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