In einem lesenswerten Beitrag für Carta hat Ilja Braun das Verhalten des Deutschen Journalisten-Verbands DJV gegenüber der Verwertungsgesellschaft VG Wort sowie seinen Mitgliedern unter die Lupe genommen – und stößt dabei auf einige recht merkwürdige Details.
Unter anderem stellt Braun die Frage, warum der DJV eine Urabstimmung über die Vergütungsregeln scheut. Vielleicht weil die Literaturübersetzer die von der Gewerkschaft für sie ausgehandelte Vergütungsregel abgelehnt haben? Außerdem beschreibt er ausführlich, warum die VG Wort die Verleger an der Ausschüttung beteiligt, obwohl sie dazu gesetzlich gar nicht verpflichtet ist. Einen wesentlichen Anteil an der Entscheidung hatte wohl auch der DJV.
Viele Entscheidungen der Verwertungsgesellschaft sind nicht transparent – ein Umstand, den übrigens auch die EU-Kommission und später auch eine Enquęte-Kommission des Bundestags schon vor Jahren mit Blick auf alle deutschen Verwertungsgesellschaften monierte. Ich hoffe, dass noch weitere Artike zum Thema VG Wort folgen – denn hier ist vieles nie wirklich öffentlich diskutiert worden.
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