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Menschengemachte Katastrophen

Von Christiane Schulzki-Haddouti • 17.Januar 2010 • Kategorie: Beobachtungen

739 views • Ein Kommentar

Fefe weist auf eine SZ-Meldung hin, die zeigt, dass die Piraten in Somalia erheblich zur Erholung der Fischbestände  - und damit zur Erhöhung des einheimischen Lebensstandards beigetragen haben. Interessant wäre noch zu wissen, ob auch die nukleare Belastung inzwischen abgenommen hat. Warum nur müssen erst Piraten kommen, damit es den Menschen dort wieder besser geht?

In diesem Zusammenhang sei auch auf einen wirklich interessanten Artikel im Guardian hingewiesen, der beschreibt, warum die Katastrophe in Haiti menschengemacht ist und warum letztlich die Industrieländer – vorneweg die USA –  daran schuld sind, dass jahrzehntelang nicht auf die Beine kam:

Die großzügige “Völkergemeinschaft”, die sich momentan darum reißt, ihre “humanitäre Hilfe” nach Haiti zu entsenden, ist größtenteils für das Ausmaß des Leides verantwortlich, welches sie nun schmälern möchte. 1915 fielen die USA in das Land ein und besetzten es. Alle seither unternommenen Versuche, die Bevölkerung Haitis (nach Aussage des ehemaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide) “aus der absoluten Misere” zu befreien, so dass sie “in würdiger Armut” leben könnte, scheiterten, weil die US-Regierung und ihre Verbündeten diese gewaltsam und ganz bewusst verhinderten.

Hier zu deutschen Übersetzung durch Presseurop.

Empfehlenswert auch Chris Blattman und sein Tipp, es mal bei den UN Volunteers zu versuchen, wenn man denn wirklich handfeste Hilfe anbieten möchte. Sowie das Blog “Marginal Revolution“, das die Existenz eines Staates Haiti in Frage stellt, sowie die New York Times, die jedoch die Rolle der USA in ihrem Hinterhof sowie das ganze Ausmaß der Katastrophe übersieht. Daher abschließend noch ein Hinweis auf die Analyse von Globalsecurity, die das seit 1991 herrschende US-Embargo thematisiert.

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Ein Kommentar »

  1. [...] Christiane Schulzki-Haddouti hat in diesem Zusammenhang auf einen wirklich interessanten Artikel im Guardian hingewiesen, der beschreibt, warum die Katastrophe in Haiti menschengemacht ist und warum letztlich die Industrieländer – vorneweg die USA –  daran schuld sind, dass das verarmte Land jahrzehntelang nicht auf die Beine kam: Die großzügige “Völkergemeinschaft”, die sich momentan darum reißt, ihre â€œhumanitäre Hilfe” nach Haiti zu entsenden, ist größtenteils für das Ausmaß des Leides verantwortlich, welches sie nun schmälern möchte. 1915 fielen die USA in das Land ein und besetzten es. Alle seither unternommenen Versuche, die Bevölkerung Haitis (nach Aussage des ehemaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide) “aus der absoluten Misere” zu befreien, so dass sie â€œin würdiger Armut” leben könnte, scheiterten, weil die US-Regierung und ihre Verbündeten diese gewaltsam und ganz bewusst verhinderten. Hier zu deutschen Übersetzung durch Presseurop. [...]