6+ Gründe, warum das iPad floppen wird
Von Christiane Schulzki-Haddouti • 28.Januar 2010 • Kategorie: Anwendungen2,242 views • 23 Kommentare
Das iPad wird floppen. Es wird Apple-Jünger und Gadget-Freunde erfreuen, aber es wird nicht den Massenmarkt erreichen. Warum?
1) Dafür, dass es nur so etwas wie ein E-Reader ist, teilt es das Manko aller E-Reader: Es ist kein Netbook, in das man bequem schnell mal etwas eingeben könnte – und damit ist es etwas für Couch-Surfer (obwohl es natürlich eine Bildschirmtastatur gibt sowie auch eine externe, offiziell noch nicht bepreiste Tastatur geben wird). Der Gewichtsvorteil gegenüber den Netbooks dürfte nicht kaufentscheidend sein. Dafür ist es etwas teurer als die neuen E-Reader und Netbooks. Und weniger lesefreundlich.
2) Läge der Preis erheblich niedriger, nämlich nicht bei 499 Dollar, sondern nur bei etwa 300 Dollar, könnte es wirklich mit E-Readern konkurrieren. So aber ist das nur etwas für Apple-Jünger, die sich das Mehr an Usability gerne etwas kosten lassen. Das gibt aber keinen Massenmarkt.
3) Es ist kein iPhone, das heißt: Man kann mit dem Ding auch nicht telefonieren. Außer man fängt an, Netzzugang etwa über WLAN vorausgesetzt, zu stöpseln – aber dafür braucht man dann wieder extra Hardware. Steht ein Käufer mit begrenztem Budget vor der Entscheidung iPhone oder iPad – wird er sich für das iPhone allein aufgrund seiner Telefonfunktion entscheiden. Und Kartenanwendungen sind auf kleinen Geräten für mobile Anwender angenehmer – allein aufgrund des Gewichts.
4) Die Hoffnung einiger, das iPad werde die Medienbranche retten, da es bezahlte Inhalte schön präsentiert, wird verpuffen. Die Zielgruppe wird, so lange der Preis so hoch bleibt, immer ein wenig elitär sein. Und diese Leser werden sich das iPad nicht kaufen, um kostenpflichtige Inhalte zu lesen, wenn sie diese auch kostenfrei, aber mit einem weniger attraktiven Layout über RSS-Reader genießen können.
5) Das Gerät richtet sich vermutlich an gut situierte Internetausdrucker – und die werden es aus Prestigegründen kaufen, um doch etwas vorzeigen zu können. Nur: Wo ist die Druckerschnittstelle?
6) Es ist kein reines Spielgerät (es kann kein Flash!) – aber es könnte zum Spielgerät von Kindern mit reichen Eltern werden. Damit meine ich Kinder, die so etwas einfach mal geschenkt bekommen, ohne es wirklich zu wollen. Diese und alle anderen Kinder dürften es aber als iFail wahrnehmen.
Fazit: Das iPad wird auf dem Massenmarkt floppen, weil es die Lücke zwischen Smartphone und Netbooks schließen will. Diese gefühlte Lücke ist aber nicht so groß, dass die Nutzer dafür mehr Geld hinblättern werden – außer eben reiche Eltern oder gut situierte Internetausdrucker. Fragt sich nur, wie groß diese Gruppe ist.
Christiane Schulzki-Haddouti ist seit 2007 auf KoopTech bloggend unterwegs, arbeitet jedoch hauptsächlich als freie IT- und Medienjournalistin.
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Ich könnte mir schon vorstellen, dass Verlage – ähnlich den Mobilfunkern – Zeitschriftenabos subventionieren.
Dann gibt’s zu einem 2-Jahresabo das IPad für 49,00 Euro Zuzahlung.
Dann macht’s Sinn und Apple kann wie beim Iphone externen Vertrieb einsetzen!
Diese Subvention wäre enorm hoch! Aber attraktiv wäre sie allemal. Doch ich zitiere aus der FTD:
?keine USB Ports? Nur 4:3 Aspect Ratio, aber kein 16:9? 3G nur zum Download neuer Buecher, aber ohne upstream? Kein Multi-Tasking, so dass ich mich wieder euf eine der vielen Sachen konzentrieren muss, die mich von der Arbeit abhalten? Macht nichts, das Tablett ist gross genug fuer eine Kaffee-Tasse, eine kleine Bierflasche und einen Muffin, die kann man damit zum Sofa tragen, um dort am Laptop Filme zu sehen und zu telefonieren.
?Warum das iPhone floppen wird: http://mattmaroon.com/2007/05/03/why-the-iphone-will-be-a-flop/
Das iPad wird nicht floppen. Heutige “NetBooks” sind schäbige, billig verarbeitete Plastebomber. Will niemand wirklich. Man muß den NetBook-Schrott aufklappen. Will auch keiner.
Das iPad ist nicht zu teuer: Wer einen knarzendes, knackendes Plaste-NetBook mit matschigem Display haben will, kann ja weiter die billige Qualität nehmen.
Es nicht nur ein eReader: es ist ein vollwertiger kleiner Rechner für sehr spezifische Aufgaben, für die bereits die nötigen Apps geschrieben sind und weiter geschrieben werden.
Die Anmerkung, daß das iPad “kein Flash kann” ist obsolet, wie eben das Flashformat auch…
Man kann mit dem iPad telefonieren – wenn man sich für die sinnvolle Variante mit 3GS entscheidet. Bei der Tablettgröße ist ein Headphone kein Manko, sondern ein Plus.
Das iPad hat alle nötigen Schnittstellen, es bietet die nötige Software, Apple wird die eBook-Anbieter an einen Tisch bringen.
Irgendwie kommt mir der Autor des Artikels “kleine Heulsuse” vor, die sich mit den Realitäten der sozialen-medialen Revolution nicht wirklich abfinden kann …
Loben oder etwas positiv zu bewerten scheint echt schwer zu sein für Deutsche, schrecklich wenn Ich mir die ganzen vermeintlichen Meinungen in den Deutschen Blogs anschaue. Was am besten dabei ist, zu sehen was manch Einer immer glaubt zu wissen über die Marketing-Folgen von Apple und dergleichen, schlimm.
Kein Wunder das es in Deutschland kaum vorangeht, wenn es so viel Pessimisten gibt!
Ich finde ja den Namen Alfred Zappadongo totschick; viel besser als iPad.
Ansonsten vielen Dank für die vielen Links. Darüber werde ich mich jetzt mal hermachen.
Meine Kritik: Das Ding ist doch bestimmt wieder ein geschlossener Hardware-Dongle wie mein geschenktes iPod touch, für das ich erst mal ein Ladegeräteset kaufen durfte (8 € beim Pakistani meines Vertrauens), um es zum Leben zu erwecken.
@Zappadongo Gibt es nicht auch in der Schweiz eine Bloggerin namens Frau Zappadong? Meine Erwartung bezieht sich nicht auf Gadget-Fans, sondern auf den Massenmarkt!
@LexX Noel: Viel Kritik kommt ja auch aus den amerikanischen Blogs – siehe nur den Link zu iFail. Der stammt von Robert Scoble.
?[...] mehr brauch ich nicht zu schreiben.. das haben andere schon zu genuege. eine kleine auswahl: http://blog.kooptech.de/2010/01/warum-das-ipad-floppen-wird/ http://scobleizer.com/2010/01/28/a-16-year-olds-view-of-apples-ipad-ifail/ [...]
Wem meine Argumente zu untechnisch, weil zu zielgruppenspezifisch sind, dem seien die 8+ Argumente von Gizmodo.de nachgereicht: http://www.gizmodo.de/2010/01/27/nein-danke-8-dinge-die-uns-am-ipad-storen.html
?So viele inhaltliche Fehler, wo soll ich anfangen
1. Drucken nicht möglich
Man wird wireless drucken können, geht schon seit einem Jahr mit i-Geräten.
Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=AnSENWJXkzQ
2. Telefonfunktion
VOiP-Telefonieren funktioniert jetzt neu über 3G bzw. wurde erlaubt. Also geht Skype und so weiter.
…und so weiter.
Am besten gar nicht anfangen, denn Ihre Annahmen scheinen nicht richtig zu sein. Ich habe mich nur auf die heute veröffentlichten Angaben bezogen, v.a. auf http://www.heise.de/newsticker/meldung/iPad-Apple-praesentiert-das-erwartete-Tablet-2-Update-915500.html.
Der Quellenhinweis auf das wireless-Ausdrucken bezieht sich auf andere Geräteserien. Vom Telefonieren konnte ich in der heutigen Berichterstattung auch nichts entdecken, das scheint mindestens unklar zu sein. Jedenfalls habe ich Telefonieren mit Skype nicht ausgeschlossen, sondern explizit geschrieben: … “Außer man fängt an, Netzzugang etwa über WLAN vorausgesetzt, zu stöpseln – aber dafür braucht man dann wieder extra Hardware.” Was daran ist falsch?
?Der erste Satz reichte mir: “Man kann mit dem Ding auch nicht telefonieren.”
Natürlich braucht es dafür extra Hardware, soll man sich etwa ein Neunzoll-Gerät ans Ohr halten ? Würde ja noch oller aussehen als damals ein N-Gage von Nokia.
Wer ein iPad kauft und unbedingt damit telefonieren will, wird auch ein Bluetooth-Handset oder ähnlich erstehen können.
Das iPad-OS wird nach und nach weiterentwickelt, siehe iPhone OS.
Also mal ruhig abwarten bis das Gerät in Europa verfügbar ist, für eine Flopmeldung ist es zu früh.
Flop Kommentare zu einem Produkt was noch nicht erhältlich ist, das ist ein wahrer FLOP!
@LexX Noel – und was ist mit Meldungen, die das Gerät, ganz im Sinne von Apples PR-Abteilung, jetzt schon als “magisch” bezeichnen?
?[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Markus Trapp, C. Schulzki-Haddouti, C. Schulzki-Haddouti, Chr Röthlisberger, Eric Steinhauer und anderen erwähnt. Eric Steinhauer sagte: RT @Archivalia_kg: #ipad als #ifail? http://blog.kooptech.de/2010/01/warum-das-ipad-floppen-wird/ [...]
Also bitte nicht Verallgemeinern, sondern mal genau schreiben was gemeint ist, dann weiss Ich auch welche Meldungen gemeint sind und kann gezielt und direkt antworten. Zudem ging es Mir bei meinem vorherigen Kommentare explizit um die Kommentare hier im Blog zu dem Thema!
[...] Floppen wird es mit Sicherheit nicht, Apples elegantes neues Tablet. Wem die Videodemonstrationen der super-smoothen Ergonomie des Geräts als Argument nicht ausreichen, der muss nur die enthusiastischen Erlebnisberichte derer lesen, die es schon in der Hand gehalten haben. Meinem Lieblings-Gadgetblogger Stephen Fry hat sein Gejubel sogar den Vorwurf der Korrumpierbarkeit eingebracht. Und Fry ist extrem kenntnisreich und keineswegs leicht zu überzeugen. Nein, das iPad ist ein tolles, cooles Produkt, das einem Großteil künftiger Mediennutzung praktisch auf den Leib geschneidert ist. [...]
wer das wort “flop” verwendet sollte zumindest eine quantitative und falsifizierbare prognose wagen, zB der verkauften stückzahhen bis ende 2010… mutige vor!
Wie aus meinem Text hervorgeht, ist das “Floppen” durchaus subjektiv gemeint. Wenn ich an den Massenmarkt denke, bezweifle ich, dass das der Knüller wird. Wenn ich aber an die vielen Apple-Jünger denke, könnte das in der Tat ein Erfolg sein. Nur der Maßstab der Berichterstattung der letzten Tage war nicht diese Community, sondern der Massenmarkt.
Und was die Stückzahlen anlangt – was wären denn die Vergleichszahlen: E-Reader? Netbooks? iPhones? Smartphones? ….
?1) Das iPad ist “nur ein etwas teurer E-Reader” (du meinstE-Book-Reader, oder?) und deshalb “Kein Netbook”. Fazit: “nur für Couch-Surfer”. Trotz Tastatur und On-Screen-Tastatur “kann man es zur Texteingabe nicht benutzen”
IST DAS ALLES DEIN ERNST??
2) Es gibt lt. deiner Aussage ein Mehr an usability (was meinst du denn damit? und in Verhältnis zu was gibt es MEHR?) aber dieses “Mehr” ist nur was für Apple-Jünger???
3) Man kann mit diesem magischen und erstraunlichen Gerät nicht telefonieren. Deshalb wird es kein Verkaufshit????
4) Hast du DIES schonmal gesehen. DAS ist die Zukunft der Zeitungen und Magazine. DAFÜR werden
die Leute gerne ein Tablet kaufen UND zusätzlich Abogebühren; ganz sicherr!
5) Du brauchst an einem Surf- und Lesegerät eine Druckerschnittstelle?
6) Es kann (noch) kein Flash. Und?
Wird dir JETZT klar, WAS du hier geschrieben hast??
Fragt Uwe Wallner vom http://glaubstdudas.blogspot.com
Aha, es wird schon zurückgerudert. Nun soll der Flop also nur noch “subjektiv” wahrnehmbar sein. So funktionieren Unternehmen aber nicht.
Apple ist eine Aktiengesellschaft und gewinnorientiert. Das iPad ist/wird nur ein Flop, wenn Apple damit keine Gewinne schreibt bzw. die Gewinne so klein sind, dass sich die Weiterentwicklung späterer Versionen nicht lohnt.
Schon einmal gehört, dass auch Nischenprodukte finanziell sehr erfolgreich sein können ? Apple hat bei Computern unter 10% Marktanteil und schreibt trotzdem Jahr für Jahr hohe Gewinne. Das iPad wird spätestens ab Version 2 kein Nischenprodukt bleiben.
Deshalb wage ich hier gerne eine Prognose: 3-5 Millionen 2010, 10+ Millionen pro Jahr ab nächstem Jahr.
@ Alfred Zappadongo
“Heutige “NetBooks†sind schäbige, billig verarbeitete Plastebomber. Will niemand wirklich.”
- hast du dir schonmal Verkaufszahlen vom Eee PC angesehen oder auch nur darüber nachgedacht, warum er von etlichen Herstellern erfolgreich kopiert wurde?
“Man muß den NetBook-Schrott aufklappen. Will auch keiner.”
- die Klappe ist die perfekte Möglichkeit, Platz zu sparen und schützt gleichzeitig die empfindlichen Teile am Laptop vor Beschädigungen und Schmutz. Aber die repräsentative Umfrage, die du ja offenbar durchgeführt hast, um zu diesem Ergebnis zu kommen, wird mich sicher vom Gegenteil überzeugen.
“Es nicht nur ein eReader: es ist ein vollwertiger kleiner Rechner für sehr spezifische Aufgaben”
- muss ich noch erklären, dass du mit dem zweiten Teil der Aussage den ersten schon selbst widerlegt hast?
“Die Anmerkung, daß das iPad “kein Flash kann†ist obsolet, wie eben das Flashformat auch…”
- du bezeichnest die Autorin des Artikels als “kleine Heulsuse, die sich mit den Realitäten der sozialen-medialen Revolution nicht wirklich abfinden kann”, aber den etablierten Standard für animierte und interaktive Webinhalte findest du “obsolet”?