App für asoziales Verhalten dank Open Data

In einem Video-Interview will Conrad Quilty-Harper von Jeff Gilfelt wissen, was das Asozial-Meter bzw. des “ASBOrometer” kann, das er für das iPhone und Android entwickelt hat.

Die App verwendet Daten des britischen Innenministeriums, die auf Data.gov.uk kürzlich veröffentlicht wurden, um den Grad von “asozialem Verhalten” in der Nähe anzuzeigen. Die Daten basieren auf der Einschätzung von Bürgern zum Grad des asozialen Verhaltens in ihrer Umgebung. Gilfelt verwendete weitere Datensätze, etwa zu “einstweiligen Verfügungen”, baufälligen und leer stehenden Häusern (“crack house closures”), “Parenting Contracts” und Räumungsbefehle.

Die App gehört aktuell zu den erfolgreichsten kostenlosen Apps in Großbritannien mit über 100.000 Downloads. Ein Nutzer zeigt sich begeistert: “I can check areas before consider moving home. For a first release it’s brilliant. No crack houses closed in my area yay.”

Im Interview spricht Gilfelt über technisch-organisatorische Hürden (MS-Excel-Daten) sowie weitere mögliche Entwicklungen, etwa mit Hilfe von Ordnance-Survey-Daten und weiterer Datenaggregation: “The sky’s the limit.” Der Journalist Paul Bradshaw sieht hier hingegen Potenzial für Hyperlocal-Journalismus.

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About Christiane Schulzki-Haddouti

Freie IT- und Medienjournalistin. Hat dieses Blog 2007 im Rahmen der KoopTech-Analyse eingerichtet. Seit Beendigung des Projekts führt sie es als Multi-Autorenblog weiter. Sie führt ein persönliches Blog auf ihrer Homepage.
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