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	<title>Kommentare zu: Das Elend wissenschaftlicher Politikberatung</title>
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		<title>Von: Nikolaus Huss</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3153</link>
		<dc:creator>Nikolaus Huss</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 07:11:40 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum das Columbus-Bild? Weil sich unsere Gesellschaft auf dem Weltmeer der Globalisierung befindet, der Kapit&#228;n (Columbus) immer noch eine klare Losung (Mehr Reichtum durch bessere Durchfahrten nach Indien) vor Augen hat. Dieser Glaube hilft ihm, die widrigen Umst&#228;nde einer Hochseefahrt durch unbekannte Gew&#228;sser zu bew&#228;ltigen (Glaube kann Berge versetzen). </p>
<p>Die Flotte (oder jedenfalls die Reste der Flotte) kommen dann anderswo an. Ich korrigiere mein Bild deshalb und sage: Die Erkenntnis ist einmal, dass es die Passage nach Indien so nicht gibt. Aber zweitens, dass sie etwas g&#228;nzlich Neues entdeckt haben, was das urspr&#252;ngliche Ziel (Mehr Reichtum) durch andere L&#246;sungen (Ausbeutung Amerikas, sorry) erreicht hat. Jedenfalls f&#252;r einige Zeit. Danke, Julien, f&#252;r die Anmerkungen.</p>
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		<title>Von: Christiane Schulzki-Haddouti</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3150</link>
		<dc:creator>Christiane Schulzki-Haddouti</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:33:33 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, hiermit ein offizieller Call for Paper: Ich suche einen Beitrag, der das einl&#246;st, was Julien Frisch wissen will.</p>
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		<title>Von: Christiane Schulzki-Haddouti</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3149</link>
		<dc:creator>Christiane Schulzki-Haddouti</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:32:29 +0000</pubDate>
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		<description>:)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p> <img src='http://blog.kooptech.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Julien Frisch</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3148</link>
		<dc:creator>Julien Frisch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 15:13:19 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ist &#8216;ne nette Story, hat aber mit den Problemen wissenschaftlicher Politikberatung in meinen Augen nichts zu tun.</p>
<p>Die Geschichte kann man f&#252;r alles M&#246;gliche bringen, weil sie allgemein zum menschlichen Streben passt &#8211; sie hilft aber meines Erachtens kein bisschen weiter, das Argument f&#252;r mehr und sinnvolere Politikberatung voranzutreiben &#8211; denn was h&#228;tte ein (Politik)Berater bei Kolumbus auf dem Schiff schon beitragen k&#246;nnen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christiane Schulzki-Haddouti</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3146</link>
		<dc:creator>Christiane Schulzki-Haddouti</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 12:39:16 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ging mir mit dem Kolumbusteil anders &#8211; ich fand ihn sch&#246;n, weil er zeigt, dass man etwas erreichen kann, auch wenn man das urspr&#252;nglich gesetzte Ziel verfehlt hat. Das spricht doch daf&#252;r, dass man schrittweise evaluieren sollte und nicht Angst davor haben sollte, an &#8220;gebrochene Versprechen&#8221; erinnert zu werden, wenn das urspr&#252;ngliche &#8220;Vorhaben&#8221; sich als nicht sinnvoll oder durchsetzbar oder eben nicht realisierbar herausgestellt hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Julien Frisch</title>
		<link>http://blog.kooptech.de/2010/02/das-elend-wissenschaftlicher-politikberatung/comment-page-1/#comment-3145</link>
		<dc:creator>Julien Frisch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 12:15:48 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der Hauptprobleme von wissenschaftlicher Politikberatung ist der Widerspruch der Denkmechanismen beider Systeme:</p>
<p>Der gute Wissenschaftler kann mit Erkenntnissen leben, die nicht intuitiv einsichtig sind, die bisherigem Denken widersprechen. Er oder sie kann auch damit leben, wenn die Erkenntnisse der eigenen politischen Ansicht widerspricht.</p>
<p>Wissenschaftlerinnen suchen nach ankn&#252;pfbarer Erkenntnis, im politischen System sucht man nach Mehrheiten, nach Durchsetzbarkeit, nach Macht.</p>
<p>Wissenschaftliche Beratung wird daher oft verwendet, um entweder die schon beschlossene politische Richtung untermauern zu k&#246;nnen oder um &#252;berhaupt eine argumentativ abgesicherte Richtung zu bekommen, wenn man noch nicht wei&#223;, wohin man &#252;berhaupt m&#246;chte (oder kann).</p>
<p>Politisch Handelnde brauchen also Politikberatung h&#228;ufig um sich durchsetzen zu k&#246;nnen, um Ideen zu erhalten, wie man sich langfristig durchsetzen kann. Und wissenschaftliche Erkenntnisse, die daf&#252;r nur schlecht zu gebrauchen sind, sind dann nicht gerne gesehen.</p>
<p>Ich denke, es braucht daher den &#8220;embedded scientist&#8221;, also jemand, der dort, wo strategisches Wissen und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse gebraucht werden, l&#228;ngerfristig arbeitet und wei&#223;, wie man dort denkt, auf welche sachlichen Einschr&#228;nkungen Beratungsleistungen treffen, aber auch, wo Ver&#228;nderung am notwendigsten scheint. Dazu braucht der/die Berater/in allerdings so etwas wie intellektuelle Narrenfreiheit innerhalb des Systems, also das Recht, zu intervenieren, wenn es ihm/ihr notwendig scheint, wenn es Gelegenheiten zu geben scheint, auch tats&#228;chlich grunds&#228;tzliche und sinnvolle Ver&#228;nderungen anzusto&#223;en.</p>
<p>Und diese Beratungsleistung darf nicht am unteren Ende der Hierarchie angesiedelt sein, weil sie von dort nicht durchdringt und auch nicht an der Spitze, weil sie sonst zu h&#228;ufig nur als Unterst&#252;tzung der Macht angesehen und vorgeschlagene Ver&#228;nderungen als Durchsetzungsinstrument verstanden werden.</p>
<p>Sinnvolle wissenschaftliche Politikberatung m&#252;sste also das beste aus beiden Welten vereinen: Die Freiheit des Denkens und des Wortes inmitten der politischen Entscheidungstr&#228;ger, selbst nicht auf Macht angewiesen aber mit Zugang zu den M&#228;chtigen und an der Seite derjenigen, die kein wissenschaftliches Training absolviert haben aber trotzdem ohne gro&#223;en Aufwand die Erkenntnisse zu nutzen bereit sind, die wissenschaftliches Denken und Arbeiten bereitstellt.</p>
<p>Aber das erkl&#228;r mal politischen Entscheidungstr&#228;gern&#8230;</p>
<p>Julien</p>
<p>PS.: Ich fand den Teil mit Kolumbus &#252;berhaupt nicht sinnvoll, um den Artikel abzuschlie&#223;en. Es wirkt ein wenig k&#252;nstlich und treibt die Argumente von vorher nicht voran, sondern verwischt eigentlich nur, was tats&#228;chlich in Hinblick auf sinnvolle Politikberatung gesagt werden sollte. Aber das nur als Anmerkung.</p>
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