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Facebook WILL persönliche Daten!

Von Josef Dietl • 10.Februar 2010 • Kategorie: Anwendungen

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Die letzten Neuigkeiten zum Thema Facebook lassen nur einen Schluß zu: Facebook will persönliche Daten, Facebook will möglichst viel über seine Benutzer wissen – und: Facebook will diese Daten verwenden. Nicht “gegen uns”, aber jedenfalls “für Facebook”.

Daten über Menschen sind das Geschäft von Facebook, sei es in Form von Content um die Nutzer zu immer intensiverer Verwendung der Plattform Facebook zu motivieren, sei es in Form von Kontext, um Anzeigen immer präziser auf den Leser zuschneiden zu können.

Nach den schon mehrfach wiedergekäuten Ereignissen kurz nach Weihnachten gab es in den letzten Tagen weitere Neuigkeiten:

- Beim Re-Design der Facebook-Seiten wurde der “Abmelden”-Knopf besser versteckt. Martin Weigert hat dieses Ereignis analysiert (Zusammenfassung) und kommt zu dem Ergebnis:

Facebook will, dass seine User sich nicht abmelden, damit sie auf den über 80.000 Facebook-Connect-Sites als angemeldete User des Social Networks agieren.

- Facebook arbeitet an einem eigenen Email-Dienst. (Berichte bei Spiegel OnlineTechCrunch oder Lifehacker). Wozu? – Weil Facebook uns noch genauer kennenlernen will. Bei den 200 Parametern, die Google angeblich zur Beurteilung von Relevanz von Suchergebnissen verwendet, taucht GMail zwar nicht auf, aber man könnte sicher interessante Schlüsse daraus ziehen …

- Übrigens: Google soll angeblich GMail um Social-Media-Aspekte erweiter. (Mashable). Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt.

- Meine große Erkenntnis zum Schluss:
Die “Doppelgänger-Woche” hat sich wohl wie ein Lauffeuer auf Facebook verbreitet. Die Idee ist einfach: Anstelle des eigenen Profilbildes stellt man irgendein anderes Bild als “das eigene” ein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verstößt das gegen die “Terms of Service”, gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das Entscheidende daran ist: Eines Tages hat Facebook Bilderkennung (so wie heute schon Google, z.B. in Picasa oder auf dem Android). Da wäre es doch wirklich schade, wenn die Bilder dermaßen drunter und drüber sind.

Zugegeben, hier ist viel Spekulation dabei. Doch ich lege keinen Wert darauf, dass meine Daten im System sind, wenn die entsprechenden Mechanismen zum Einsatz kommen.

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Josef Dietl ist unterwegs in der Netzpolitik seit den 90er Jahren und bloggt ab und zu hier (englisch), hier und dort.
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  1. [...] dem gelegentlichen Gebrüll hier über Facebook bin ich froh, daß es zum Thema Datenschutz in Social Networks auch noch [...]