Carta hat direkt bei der grünen MEP Helga Trüpel nachgefragt, warum die Kulturflatrate juristisch zwar machbar, aber politisch nicht empfehlenswert ist. Nikolaus Huss hatte diese Woche darüber bereits berichtet, ebenso Simon Columbus. Ein Hauptkritikpunkt ist für Trüpel die Höhe einer solche Flatrate:
Wir haben nicht eindeutig geklärt, ob sie nur für Musikdownloads gelten soll, oder auch für andere Branchen. Nach allen Umsatzzahlen der Musik- und Filmindustrie sowie des Buchmarkts habe ich nicht den Eindruck, dass man mit einer geringen Gebühr von 5 oder 10 Euro für bisher illegale Downloads die entstehenden Kosten angemessen bezahlen könnte. Offensichtlich würde – auch wenn noch keine Zahlen vorliegen – die Summe, die man für alle Breitband-Besitzer festlegen würde, viel höher sein, so dass ich die politische Akzeptanz von einer gesetzlich geregelten Kulturflatrate nicht sehe.
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