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Kölner Bibliotheken öffnen Katalogdaten

Von Christiane Schulzki-Haddouti • 13.März 2010 • Kategorie: Wissensmanagement

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Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB Köln) hat gestern in Kooperation mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) ihre bibliographischen Daten für die Allgemeinheit geöffnet. Damit kann jeder die Daten herunterladen, modifizieren und für beliebige Zwecke nutzen.

Rolf Thiele, stellvertretender Direktor der USB Köln, sieht darin “einen ersten Schritt, um die weltweite Sichtbarkeit von Bibliotheksbeständen im Internet zu erreichen.“ Silke Schomburg, stellvertretende Direktorin des hbz, meint:

Gerade in Zeiten, in denen Verlage und auch manche bibliothekarische Organisationen die Daten in erster Linie als Geldquelle sehen, gilt es den traditionellen Auftrag von Bibliotheken, Bibliothekarinnen und Bibliothekaren wieder stark zu machen. Bibliotheken verfolgen seit jeher das Ziel, große Mengen von Wissen möglichst vielen Menschen unter möglichst wenig Beschränkungen bereitzustellen.
Zudem werden Bibliotheken aus öffentlichen Geldern finanziert. Und was die Öffentlichkeit bezahlt hat, sollte ihr auch uneingeschränkt zur Verfügung stehen.”

Die bibliographischen Daten des Katalogs der USB Köln umfassen etwa 3.1 Millionen Titelaufnahmen, 1.5 Millionen Personenaufnahmen, 156 Tausend Körperschaftsaufnahmen, 40 Tausend Notationen sowie 243 Tausend Schlagworte (Stand: 12.3.2010).

Bereitgestellt werden die Daten in einem auf dem MAB2-Kategorienschema basierenden Metadaten-Format, das nächtlich im Rahmen des KUG-Projektes automatisch aus dem Bibliothekssystem generiert wird. Im Rahmen dieses Projektes werden aus dem USB-Bestand auch Teilkataloge gebildet. Das Metadaten-Format ist in diesem Wiki-Artikel genau beschrieben.

Die Daten sollen Teil des in der Entstehung begriffenen Semantic Web werden. Die Freigabe bibliographischer Daten soll hierfür die nötige rechtliche Grundlage schaffen.  Mit anderen Bibliotheken des hbz-Bibliotheksverbundes werden bereits Gespräche über eine Datenfreigabe geführt.

via Open Bibliographic Data


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