Open Data Hackday für eine transparente Entwicklungshilfe

Hilf uns innovative Lösungen für eine effektivere Entwicklungszusammenarbeit zu finden.

Deutschland ist einer der größten Geber von Entwicklungshilfe weltweit. Jedes Jahr werden alleine vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über 6 Milliarden Euro ausgegeben um Nothilfe zu leisten und Armut zu bekämpfen. Die Open Aid Data Konferenz bringt nun Praktiker und Experten von verschiedenen Organisation zusammen, um über die Rolle des Internets und speziell von Open Data für eine effektivere Entwicklungshilfe zu diskutieren.

Einen Tag vor der Konferenz, am 28. September, veranstalten wir bei der Heinrich Böll-Stiftung einen Hackday bei dem wir gemeinsam erforschen wollen, was alles mit offenen Daten möglich ist. Wir suchen Programmierer, Designer und and andere Interessierte, die ihre Kenntnisse einbringen möchten und versuchen wollen mehr Transparenz in die Entwicklungszusammenarbeit zu bringen. Am Morgen werden wir eine kurze Einführung in das Thema geben und danach gemeinsam Ideen entwickeln. Für den Rest des Tages arbeiten wir gemeinsam an Projekten in einem Code Sprint.

Weltweit gibt es bereits eine Reihe von Aktivitäten für offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit. Vor kurzem gab es dazu eine Konferenz in Amsterdam, inNepal eine Barcamp zu Transparenz in der Entwicklungshilfe und die kenyanische Regierung hat kürzlich ein Open Data Portal eröffnet, wo in Deutschland noch darüber debattiert wird.

Open Data und bottom-up Lösungen für Entwicklungshilfe sind noch ein junges Feld, aber mit vielversprechenden Entwicklungen. Hervorstechend ist die IATI-Initiative (International Aid Transparency Initiative), die sich für einen einheitlichen Daten-Standard einsetzt. Nur ein Bruchteil der Finanzdaten werden veröffentlicht, obwohl die verwendeten Gelder aus Steuereinnahmen finanziert werden. Hierzu gibt es eine sehr gutes Video von der “Publish What You Fund” Initiative, warum wir mehr Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit brauchen.

Aidinfo.org, die auch die Konferenz mit organisiert, zeigen in ihrem AidInfoLab auf, was für spannende und hilfreiche Anwendungen mit offenen Daten entwickelt werden können. Wir sind gespannt deine Projektideen zu hören. Ein anderer Pionier zu offenen Daten ist die Weltbank, die ihr Portal für offene Daten auch auf der Konferenz präsentieren wird. Die Weltbank stellt nicht nur selber statistische Daten in offenen Formaten zur Verfügung, sondern hat auch einen Wettbewerb für Open Daten Anwendungen durchgeführt.

Mach mit bei dem Hackday für offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit. Du kannst dich hier registrieren oder Christian.Kreutz {at} okfn.org für weitere Fragen kontaktieren.

 

About Christian Kreutz

Politologe und Berater. Er arbeitet seit 2004 in der internationalen Zusammenarbeit, berät Organisationen zu Wissensmanagement und Netzwerke für sozialen Wandel. Er bloggt unter crisscrossed.net und ist Initiator von frankfurt-gestalten.de.
This entry was posted in KoopTech empfiehlt and tagged . Bookmark the permalink.